T Tennis

Jannik Sinner ist in Indian Wells ausgeschieden. © AFP / ANGELA WEISS

Der Überraschungsmann lässt auch Sinner verzweifeln

Für Jannik Sinner ist das Masters-1000-Turnier in Indian Wells (Kalifornien) in der Nacht auf Donnerstag (MESZ) im Achtelfinale zu Ende gegangen.

Die Verwunderung war bei den hiesigen Tennisfans groß, als Taylor Fritz am Dienstag Italiens besten Spieler Matteo Berrettini in zwei Sätzen schnörkellos abfertigte und somit ein Traumduell mit Jannik Sinner verhinderte. Spätestens nach dem Achtelfinale gegen ebenjenen Sinner ist aber klar: Dieser US-Boy agiert aktuell nicht wie die Nummer 39 der Welt, sondern vielmehr wie ein Top-10-Spieler. Gegen den Sextner gewann der Lokal-Hero aus Kalifornien in zwei Sätzen mit 6:4, 6:4.


Allerdings muss auch erwähnt werden, dass Sinner in der Nacht auf Donnerstag (MESZ) nicht seinen besten Tag erwischte. Der 20-Jährige, der durch die frühzeitige Abreise von John Isner kampflos ins Achtelfinale eingezogen war, hatte erhebliche Probleme mit seinem ersten Aufschlag, wirkte von der Wucht des Gegners oft überrumpelt und streute zu den ungünstigsten Momenten Fehler ein. Verzweifelte Blicke in Richtung der Trainer-Box gab es deshalb auffällig viele.

Taylor Fritz zeigt zurzeit großes Tennis.


Was Sinner aber erneut zugute zu halten ist, ist seine vorbildhafte Einstellung. Satzübergreifend verlor der Pusterer gleich 8 Games in Folge und lag im zweiten Abschnitt mit 0:4 hinten, doch anstatt sich gehen zu lassen, kämpfte er weiter und kam auf 2:4 und 3:5 heran. Am Ende hätte er dank zweier Breakchancen sogar auf 4:5 verkürzen und zum Ausgleich servieren können, doch sein Gegner war einfach zu stark.
Plötzlich ist der Wurm drin
Dabei begann das Match für Sinner nach Wunsch. Er gab zwar ein Mal den Service ab, konnte dafür aber gleich zwei Breakchancen für sich nutzen. Deshalb lag er auch zwischenzeitlich mit 4:2 vorne. Schlussendlich sollte sich das achte Spiel als „Game Changer“ erweisen. Anstatt bei eigenem Aufschlag auf 5:3 davonzuziehen, beging Sinner drei unnötige Eigenfehler (davon einen Doppelfehler), weshalb Fritz zum 4:4 ausgleichen konnte. Nun war beim Shootingstar, der den Satz mit 4:6 verlor, der Wurm drin.

Während Fritz den Schwung in den zweiten Abschnitt mitnahm, hatte Sinner weiterhin zu kämpfen und lag zwischenzeitlich mit 0:4 zurück. Trotzdem raffte sich der Youngster noch einmal auf. Beim Stand von 3:5 und Aufschlag Fritz hatte er sogar zwei Breakbälle, um auf 4:5 zu verkürzen. Den ersten wehrte der überragende US-Amerikaner mit einem Ass ab, beim zweiten Versuch traf Sinner den Filzball während einer Rally mit der Schlägerkante und feuerte sie somit unkontrolliert in die Höhe – zwei Punkte, die bezeichnend waren für dieses Tennisspiel. Nach 1.40 Stunden verwandelte Fritz seinen ersten Matchball.

Während der 24-Jährige im Viertelfinale nun auf den Sieger der Partie Alexander Zverev gegen Gael Monfils trifft, steht für Sinner die Rückkehr nach Europa an.

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2021 Sportnews - IT00853870210