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Jannik Sinner unterlag dem Branchenführer Novak Djokovic. © APA/afp / VALERY HACHE

Djokovic ist (noch) eine Nummer zu groß

Ein Novak Djokovic in Hochform hat Jannik Sinner beim Masters-1000-Turnier in Monte-Carlo bezwungen. Das klare Endergebnis sagt jedoch nicht alles über das Match aus.

Das Duell Sinner gegen Djokovic hatte es vor diesem Tag auf der ATP-Tour nicht gegeben – und wurde deshalb mit großer Spannung verfolgt. Nicht umsonst, trafen doch der aktuelle und der kommende Superstar der Tennis-Szene aufeinander. Dass die Kräfteverhältnisse im Herren-Tennis so schnell aber nicht kippen, kam im bewölkten Monte-Carlo zum Vorschein. Ein perfekter Djokovic hatte gegen den jungen Südtiroler und dessen druckvolles Spiel zunächst zwar große Mühe, setzte sich nach 1.36 Stunden aber dennoch klar mit 6:4 und 6:2 durch. Sinner gab nichtsdestotrotz eine weitere Talentprobe ab und kann erhobenen Hauptes den nächsten Aufgaben entgegenblicken.


Eine Eingewöhnungsphase gönnten sich die beiden Kontrahenten, die schon des Öfteren gemeinsam trainiert haben, nicht. Es entwickelte sich vom ersten Punkt an ein unterhaltsames Spiel, in dem die Gewinnschläge gegenüber den Fehlern überwogen. Und eines, in dem Sinner vorlegte, sich das erste Break holte und den Serben durch seine Grundschläge unter Druck setzte. Der Weltranglisten-1. konterte mit punktegenauen Returns und dem sofortigen Re-Break – 2:2.

Novak Djokovic bewies, warum er der zurzeit beste Tennisspieler der Welt ist. © APA/afp / VALERY HACHE


Während Sinner nun begann, zwischendurch unerzwungene Fehler einzustreuen, blieb Djokovic hoch konzentriert und zog auf 5:2 davon. Aber Sinner gab sich keineswegs geschlagen, breakte sogar zurück und kam auf 5:4 heran. Zu mehr reichte es jedoch nicht, denn Djokovic nahm dem Südtiroler zum insgesamt dritten Mal den Aufschlag ab und entschied den Satz mit 6:4 sich.
Djokovic ist ein Return-Monster
Die Probleme, den eigenen Service zu halten, setzten sich im zweiten Abschnitt fort und waren vor allem auf die Returnstärke des Serben und nicht auf die Aufschlagschwäche des 19-Jährigen zurückzuführen. Djokovic gewährte Sinner zu keinem Zeitpunkt die so wichtigen freien Punkte – und beging gleichzeitig so gut wie keine vermeidbaren Fehler. Das erhöhte unweigerlich den Druck auf den Youngster, der im gesamten Match abgesehen von zwei Mal immer über Einstand musste, um das eigene Servicegame zu gewinnen.

Jannik Sinner musste die Überlegenheit seines Gegenübers anerkennen. © APA/afp / VALERY HACHE


Doch auch Sinner zeigte, warum er zu den besten Returnspielern auf der Tour gehört. Immer wieder musste Djokovic einen Rückstand bei eigenem Aufschlag aufholen. Und immer wieder gelang dies dem erfahreneren Profi. So wehrte er beim Stand von 4:2 zu seinen Gunsten einen Breakball (Sinner verzog einen einfachen Return) ab, der das Spiel wieder hätte öffnen können.

So aber machte der 33-Jährige im darauffolgenden Spiel alles klar und entschied das Match mit dem viel zu klar ausgefallenen 6:4, 6:2-Endresultat für sich. Während Sinner sich nun auf das nächste Turnier in Barcelona vorbereiten kann, träumt Djokovic weiterhin von seinem dritten Titel in Monte-Carlo.

Schlagwörter: Tennis

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