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Voll fokussiert: Jannik Sinner © APA/afp / JOSEP LAGO

Jannik Sinner debütiert in der besonderen Caja Mágica

Keine andere Sportart ist so schnelllebig wie das Tennis: Kaum hat man einen Erfolg genossen, beginnt bereits das nächste Turnier. Jannik Sinner kann ein Lied davon singen.

Das ATP-500-Turnier in Barcelona ist für Jannik Sinner mit der (bitteren) Halbfinal-Niederlage gegen Stefanos Tsitsipas und der Erkenntnis, dass er sich gegen niemanden verstecken muss, zu Ende gegangen. Gleichzeitig bekam der Sextner aber aufgezeigt, in welchen Bereichen die absolute Weltspitze noch ein Stück voraus ist. Schon in der nächsten Woche will Sinner zeigen, dass er sich weiterentwickelt hat.


Das nächste Turnier findet in Madrid statt, das nach jenen in Miami und Monte-Carlo das dritte Masters-1000 des Jahres ist. Es wird auf Sand ausgetragen und ist in vielerlei Hinsicht besonders. Gründe dafür gibt es viele: Im Jahr 2012 wurde hier erstmals überhaupt auf blaufarbigem Sand gespielt – um den Ball besser zu sehen, erklärte Turnierbesitzer Ion Tiriac. Nach der viel diskutierten Ausgabe und großer Kritik vonseiten der Top-Spieler wurden diese Pläne jedoch schnell gekippt. Mittlerweile hat sich der rote Sand etabliert.

Nadals „schwächstes“ Sand-Turnier
Eine weitere Besonderheit ist die Austragungsstätte. Die Caja Mágica ist ein 17 Hektar großer Sportkomplex, in dem auch das Finale des neu formierten Davis Cups stattfindet. Sie steht auf rund 650 Meter Meereshöhe, weshalb die Spielbedingungen deutlich schneller sind als etwa in Rom. Dies führt unter anderem dazu, dass Rafael Nadals Spiel etwas entschärft wird. So hat der Spanier „nur“ fünf Mal das Turnier gewonnen, während er in Monte-Carlo elf Mal und bei den French Open sogar 13 Mal die Siegertrophäe in die Höhe stemmte.

Sinner wird sich nur wenig um die Spielbedingungen kümmern, hat er doch mehrfach bewiesen, dass er überall blendend zurechtkommt. Auf wen der Südtiroler bei seinem Madrid-Debüt trifft, wird bei der Auslosung ermittelt, die am Freitag um 18.30 Uhr über die Bühne geht. Fest steht, dass Sinner aufgrund der Absenzen von Novak Djokovic, Roger Federer, Gael Monfils und David Goffin an Nummer 14 gesetzt ist, was hinsichtlich des Tableaus große Vorteile birgt. Andreas Seppi ist in Madrid erwartungsgemäß nicht gemeldet.

Schlagwörter: Tennis

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