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Novak Djokovic erhält Rückendeckung aus Serbien. © APA/afp / MARTIN KEEP

„Lynchstimmung“: Serbiens Medien attackieren Australien

Nach der erneuten Aberkennung des Visums für Tennis-Star Novak Djokovic haben Medien in seiner serbischen Heimat mit Wut und Empörung reagiert.

„Unglaublich, was der (australische) Minister als Begründung angibt: die öffentliche Gesundheit und das Gemeinwohl. Und das in einem Land, das täglich 150 000 Neuinfektionen hat!“, schrieb „telegraf.rs“ und befand: „Das ist verrückt!“


Kurz zuvor hatte Einwanderungsminister Alex Hawke das Visum für ungültig erklärt und auch mit dem öffentlichen Interesse begründet. Djokovic ist ungeimpft, in Australien herrschen seit Beginn der Pandemie auch für die einheimische Bevölkerung strenge Regeln, die ihr einige Entbehrungen abverlangten.

Internet-Portale der serbischen Boulevardmedien gingen zur verbalen Attacke über. Für „informer.rs“ war die Karikatur einer australischen Zeitung, die Djokovics Impfgegnerschaft zum Thema hatte, ein Beleg für die „Lynchstimmung“, die die australischen Medien gegen den serbischen Tennis-Star schüren würden. „Die Verfolgung des Novak“, schrieb „blic.rs.“.

Djokovic will Einspruch einlegen
Novak Djokovic will indes gegen die erneute Annullierung seines Visums für Australien Einspruch einlegen. Das kündigte sein Anwalt Nicholas Wood bei einer Anhörung vor Gericht in Melbourne an. Noch im Laufe des Abends wolle die Djokovic-Seite den Antrag einreichen, um keine Zeit zu verlieren. „Jede Minute, bevor das Turnier am Montag beginnt, ist kostbar“, sagte Wood bei der Anhörung vor Richter Anthony Kelly.

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