T Tennis

Standen sich am Sonntag in Belgrad gegenüber: Alexander Zverev (re.) und Novak Djokovic © APA/afp / ANDREJ ISAKOVIC

Mit Fans & Handschlag: Die Tennis-Asse sind in Belgrad zurück

Dicht nebeneinander stehen Zuschauer, Alexander Zverev reicht ihnen Handtücher weiter und umarmt nach seiner Niederlage am Sonntag Novak Djokovic am Netz. Die Elite der Tennis-Szene hat sich am Wochenende in Belgrad bei der Adria-Tour, einem inoffiziellen Show-Turnier, zurückgemeldet.

Das Ambiente der Adria-Tour, initiiert vom Weltranglisten-1. Djokovic, ließ nicht erahnen, dass es sich um Show-Wettkämpfe während der Corona-Pandemie handelt. Vor der mit Spannung erwarteten Entscheidung voraussichtlich an diesem Montag, ob die US Open im stark betroffenen New York tatsächlich stattfinden können, wird die Veranstaltung auch kritisch gesehen.


Der deutsche Weltranglisten-7. Alexander Zverev jedoch freute sich, dass am Samstag selbst bei seinem erst nach Mitternacht beendeten 4:1, 4:1 gegen den Serben Viktor Troicki Zuschauer auf den Tribünen saßen. „Das bedeutet mir viel. Als wir die Tour gestartet haben, wussten wir nicht, ob wir Zuschauer haben dürfen, jetzt dürfen wir“, sagte der 23-Jährige auf dem Platz. Am Sonntag verlor er sein letztes Vorrundenspiel gegen Djokovic trotz einer zwischenzeitlichen Steigerung 0:4, 4:1, 2:4.

Im Kreuzfeuer der Kritik: Die gefüllten Zuschauertribünen der Adria-Tour © APA/afp / ANDREJ ISAKOVIC

In Serbien sind nach der Corona-bedingten Zwangspause seit dem 1. Juni auch wieder Fußballspiele mit Publikum erlaubt, wenn zwischen den Zuschauern ein Sicherheitsabstand von einem Meter eingehalten wird. Von solchen Vorsichtsmaßnahmen war beim Tennis aber auf Bildern und bei Fernseh-Übertragungen nichts zu sehen. Zverev verabschiedete sich mit Handschlag und Schulterklopfen von seinem Gegner, gab auch dem Schiedsrichter die Hand. Auch Ballkinder waren auf dem Platz.

Mit der Showkampf-Serie will Djokovic Gelder für karitative Zwecke sammeln. Belgrad ist die erste von ursprünglich 5 geplanten Turnierstationen. Der Wettbewerb in Montenegro (27. & 28. Juni) entfällt allerdings wegen Einreisebeschränkungen im Rahmen der Pandemie. Die Profi-Touren ATP und WTA stehen nach wie vor still, mindestens bis zum 31. Juli sind die Turniere ausgesetzt.

Ob Novak Djokovic heuer auch bei den US Open im Einsatz stehen wird, ist noch nicht entschieden © APA/afp / ANDREJ ISAKOVIC

Am Montag soll sich entscheiden, ob Ende August tatsächlich die US Open beginnen mit der Unterbringung in einem Flughafenhotel und nur einem kleinen Betreuerstab und ohne Zugang zu Manhattan. Australian-Open-Sieger Djokovic hatte die Hygiene-Pläne kritisiert, auch Zverev schloss sich den Zweifeln an. „Es wird schwierig. Es ist großartig, wenn wir die Möglichkeit bekommen, zu spielen. Aber ich glaube nicht, dass sich viele Spieler unter diesen Umständen wohlfühlen“, sagte der 23-Jährige. „Das ist meine Meinung, aber es liegt nicht wirklich an uns Spielern, die US Open entscheiden es sowieso.“

Autor: dpa/sn

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2021 Sportnews - IT00853870210