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Hat noch Großes vor: Jannik Sinner © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN

Nächstes Sinner-Ziel: Viertelfinale

Ein fantastischer Auftritt gegen Brandon Nakashima hat Jannik Sinner am Samstag (Ortszeit in New York) bei den US Open ins Achtelfinale gehievt. In diesem ist er nun der haushohe Favorit – und will etwas erreichen, das seine Ausnahmestellung bestätigen würde.

Vielen Fans von Jannik Sinner stockte am Samstag der Atem: Der 21-Jährige knickte in der Startphase des Matches unglücklich um, griff sich anschließend mehrmals an den Knöchel und wirkte in seinen Bewegungen gehemmt. Dass er den Startsatz gegen Nakashima verlor, hing nicht zuletzt auch damit zusammen. Nachdem der Youngster sich aber freigespielt hatte, zeigte er eine der besten Leistungen der Saison. 59 Gewinnschläge, davon 16 Asse, sind ein Beweis dafür. „Ich wusste nicht, was mich erwarten würde, weil wir nie gegeneinander gespielt haben“, sagte Sinner nach dem Match. „Aber ich wusste, dass ich gut spielen musste, um ihn zu schlagen. Deshalb bin ich froh, dass ich im Laufe des Matches mein Niveau stetig steigern konnte.“


Angesichts dieser Leistung ist Sinner auch im Achtelfinale der große Favorit, obwohl er auf einen Gegner trifft, der sich zurzeit in blendender Verfassung befindet. Ilya Ivashka, im ATP-Computer auf Rang 73 geführt, ist auf der wichtigsten Tennis-Bühne noch nie in Erscheinung getreten, schreckt vor großen Namen jedoch nicht zurück. In der zweiten Runde schaltete der Belarusse den Weltranglisten-10. Hubert Hurkacz aus Polen aus, in Runde drei verhinderte er durch seinen Sieg gegen Lorenzo Musetti ein Aufeinandertreffen von Sinner und dem Italiener. „Er hat wenig zu verlieren und kann somit befreit aufspielen“, weiß Sinner. „Offenbar kommt er mit den Bedingungen sehr gut zurecht, sonst hätte er nicht zwei solch starke Spieler bezwungen. Ich erwarte mir deshalb ein sehr schwieriges Match“, so Sinner über seinen Kontrahenten, der im Jahr 2020 das Challenger-Turnier in Gröden gewonnen hatte.

Ilya Ivashka stellt sich Sinner in den Weg. © APA/getty / MATTHEW STOCKMAN


Der Südtiroler hat durch sein Vorstoßen ins Achtelfinale jedenfalls schon Großes geleistet. Er ist neben Rafael Nadal nämlich der einzige Tennisprofi, der in der laufenden Saison bei jedem Grand Slam mindestens soweit kam. Mit einem Sieg könnte er ein weiteres beeindruckendes Ziel erreichen: Mit nur 21 Jahren bei allen vier Majors ins Viertelfinale einziehen. In Melbourne, Paris und Wimbledon ist ihm das bereits gelungen, das letzte Puzzlestück könnte am Montag folgen, wenn er um 22 Uhr (MESZ) im Billie-Jean-King-Stadion zum ersten Mal auf Ivashka trifft.

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