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Andreas Seppi lieferte in der 2. Run de ein gutes Match ab, musste sich aber trotzdem geschlagen geben. © APA/afp / MARTIN BUREAU

Roland Garros: Starker Kwon zieht Seppi den Zahn

Nach dem Erstrunden-Sieg gegen Felix Auger-Aliassime stand Andreas Seppi in Paris am Donnerstag dem Südkoreaner Soonwoo Kwon gegenüber. Der 23-jährige Asiate erwies sich als hartnäckiger Gegner, der das Duell – trotz einer ordentlichen Leistung von Seppi – in drei Sätzen für sich entschied.

Im Gegensatz zum Duell mit dem Kanadier Auger-Aliassime (ATP 21) war Seppi gegen Kwon nicht der krasse Außenseiter. Der Südkoreaner rangiert in der Weltrangliste auf Platz 91 und damit in etwa auf Augenhöhe mit dem Kalterer, der die Nummer 98 der Welt ist. Das bisher einzige Duell der beiden gewann Kwon, im August des letzten Jahres beim Masterturnier in Cincinnati. Auch am Donnerstag behielt der Asiate die Oberhand (6:4, 7:5, 7:5).


Seppi startete konzentriert und mit dem Schwung des Auftaktsiegs in das Match. Beide Spieler waren vor allem darauf bedacht, wenig Fehler zu machen. Das gelang, denn es dauerte bis zum neunten Game, ehe es das erste Break gab. Kwon sicherte es sich und legte damit den Grundstein für die 1:0-Führung, die er nach 48 Minuten mit dem zweiten Satzball klarmachte.

Kwon fast fehlerfrei
Seppi servierte auch im zweiten Satz sehr gut. Doch weil es ihm der Südkoreaner gleichtat, gelangte der 37-jährige Südtiroler in den ersten beiden Sätzen zu keinem einzigen Breakball. Auch Seppi gewährte Kwon wenige Breakchancen, doch eine davon nutzte er schließlich um auf 6:5 davonzuziehen. Genauso wie im ersten Satz war auch hier das einzige Break wieder der Schlüssel zum Satzgewinn. Kwon zeigte in den entscheidenden Momenten überhaupt keine Schwäche und zog auf 2:0 davon.

Soonwoo Kwon zeigte eine bärenstarke Leistung. © APA/afp / MARTIN BUREAU

Seppi ließ sich von dem Rückstand nicht unterkriegen, musste zu Beginn des dritten Satzes allerdings das dritte Break hinnehmen. Dass er in einer guten mentalen Verfassung ist, bewies der Kalterer schon gegen Auger-Aliassime. Nachdem Kwon im dritten Satz auf 2:0 gestellt hatte, schlug Seppi zurück und sicherte sich drei Games in Serie – inklusive seinem ersten Break im Match. Doch Kwon ließ sich ebenso wenig beirren, zeigte starkes Tennis und sicherte sich schlussendlich mit dem ersten Matchball den Aufstieg in das Achtelfinale.

Für Andreas Seppi endet Roland Garros 2021 mit einer guten Leistung und dem Bewusstsein, dass er auch auf Sand nach wie vor mit der Weltspitze mithalten kann. Kwon hingegen hat auch sein zweites Duell mit dem Südtiroler gewonnen und darf sich jetzt mit dem nächsten Azzurro, Matteo Berrettini, messen.

Autor: cst

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