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Jannik Sinner war nach der Halbfinal-Niederlage gegen Stefanos Tsitsipas enttäuscht. © APA/afp / JOSEP LAGO

Sinner hadert: „Diese Niederlage schmerzt sehr“

Jannik Sinner hat am Samstag beim ATP-500-Turnier in Barcelona im Halbfinale gegen Stefanos Tsitsipas nicht sein ganzes Können gezeigt. Die Enttäuschung war nach dem Match entsprechend groß.

Es gibt Tage, an denen etwas nicht so läuft, wie man es sich eigentlich vorgestellt hat. Einen dieser Tage hat Jannik Sinner am Samstag erwischt. Zwar war der Sextner in den Ballwechseln seinem griechischen Kontrahenten mindestens ebenbürtig, dafür offenbarte der Youngster aber bei eigenem Aufschlag offensichtliche „Schwächen“. Mit gerade einmal 19 Jahren sind diese nur allzu verständlich – auch wenn sie jemanden besonders ärgern: Nämlich Sinner selbst.


„Diese Niederlage schmerzt sehr“, gab der Südtiroler nach dem Match zu Protokoll und fügte hinzu: „Weder ich noch Stefanos haben unser bestes Tennis gezeigt, aber er war in den entscheidenden Momenten stärker.“ Um von der Niederlage zu lernen und die richtigen Lehren daraus zu ziehen, werde er sich das Match „zwei oder drei Mal ansehen.“

Das alleine unterstreicht die Lernwilligkeit des 19-Jährigen, der die Lösung für das „Aufschlag-Problem“ bereits gefunden hat: „Es bleibt nichts anderes übrig, als auf den Platz zu gehen, einen großen Korb Tennisbälle zu nehmen und so viele Aufschläge zu schlagen, bis sie auch im Match im Feld landen.“ Der Sextner spricht damit die geringe Quote der ersten Aufschläge an. Diese betrug am Samstag lediglich 52%, bei Tsitsipas waren es 75% – ein Unterschied, den Sinner trotz seiner Klasse in den Ballwechseln nicht wettmachen konnte.

Heimreise mit dem Auto
Anstatt mit einem Privatflugzeug zurück in seine Wahlheimat Monte-Carlo zu fliegen, so wie es viele seiner Kontrahenten tun, tritt Sinner noch am Samstag mit dem Auto die Rückreise an. „Schon morgen werde ich auf und abseits des Tenniscourts hart arbeiten, um für das nächste Turnier in Madrid bereit zu sein“, gibt Sinner die Richtung vor.

In bestechender Form: Stefanos Tsitsipas © APA/afp / JOSEP LAGO


Trotz des verpassten Finals kann sich der Shootingstar mit dem 18. Weltranglistenrang und seinem ersten ATP-Halbfinale auf Sand trösten. Viel wichtiger als diese nackten Zahlen sind jedoch die Erfahrungen, die Sinner aus den Matches mit den besten Spielern der Welt zieht. „Wenn ich sage, dass noch ein langer Weg vor mir liegt, mache ich keine Witze. In dieser Woche habe ich neue Erfahrungen gesammelt, die für die Zukunft nützlich sein werden.“ Mit diesen Aussagen beweist Sinner Weitblick, macht klar, dass er sich mit einem ATP-Halbfinale nicht zufrieden gibt und dass das Beste noch kommen muss.

Schlagwörter: Tennis

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