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Katarina Zavatska erlebte einen bitteren Tag. © AFP / ANNE-CHRISTINE POUJOULAT

Wenn die Schläger ausgehen: Tränen bei den French Open

Der Tennis-Sport schreibt Geschichten, die manchmal so absurd sind, dass man sie kaum glauben mag.

Katarina Zavatska kann davon seit Montag ein Lied singen. Die Ukrainerin, die im Weltranking an Position 112 geführt wird, war gegen die Weltranglisten-Fünfte Kiki Bertens in ihrem Erstrundenmatch drauf und dran, für eine Sensation zu sorgen. Den ersten Satz gewann die 20-Jährige dank eines bärenstarken Auftritts mit 6:2.


Dann nahm das Spiel aber eine dramatische Wende: Zuerst gewann ihre Gegnerin den zweiten Satz mit 6:2, dann passierten der jungen Ukrainerin gleich mehrere Missgeschicke, für die sie nichts dafür konnte, die ihr aber trotzdem alle Chancen raubten.

Plötzlich sind alle Schläger kaputt
Innerhalb kürzester Zeit gingen ihr im dritten Satz alle 3 Schläger kaputt. Nicht aber, weil sie sie aus Frust zerstörte, sondern weil schlicht und einfach die Saiten rissen. Beim Stand von 0:3 stand die Ukrainerin plötzlich ohne funktionierendem Schläger da – und brach in Tränen aus. Sie musste das Match nun also mit dem Racket ihres Trainers zu Ende spielen – das ist für eine Tennisspielerin aber ungefähr so, als würde man einem Ski-Star die Skier eines Konkurrenten unter die Füße stellen. Andere Marke, andere Bespannung – das alles sorgte dafür, dass Zavatska am Ende chancenlos war und den dritten Satz mit 0:6 verlor.

Auf den sozialen Netzwerken schrieb Zavatska: „Es ist immer noch schwer zu begreifen, was da heute passiert ist. Auf so eine Art zu verlieren, ist vielleicht eines der frustrierendsten Dinge, die einer Tennisspielerin passieren können.“ Eines ist jedenfalls klar: Die French Open sind seit Montag um ein weiteres Drama reicher.

Schlagwörter: Tennis

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