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Jubel bei Andreas Seppi: Er steht in Zhuhai im Achtelfinale. © ANSA / CIRO DE LUCA

Andreas Seppi lässt den „Bad Boy“ ganz alt aussehen

Andreas Seppi hat am Mittwoch beim ATP-250-Hartplatzturnier in Zhuhai (China) sein bestes Tennis gezeigt und den australischen Superstar Nick Kyrgios glatt abserviert.

Keine 24 Stunden nach seinem Aus im Doppel-Bewerb hat der 35-jährige Südtiroler (ATP-Nummer 74) den Weltranglisten-27. aus Down Under mit 7:6, 6:1 in die Schranken gewiesen und somit das Ticket für das Achtelfinale gelöst. Die Partie dauerte gerade einmal eine gute Stunde.

Zwar kam Seppi wie gewohnt nur langsam auf Betriebstemperatur und lag rasch mit 0:3 zurück, doch dann war er plötzlich hellwach und kaufte dem für seine Eskapaden berüchtigten Kyrgios den Schneid ab. Zunächst wehrte er drei Satzbälle ab, ehe er beim Stand von 3:5 sein erstes Break landete und wenig später bei eigenem Aufschlag zum 5:5 ausglich. Der erste Satz wurde schließlich im Tiebreak entschieden, das Seppi mit 7:5 gewann.

Kyrgios im 2. Satz chancenlos
Kyrgios' Widerstand war nun völlig gebrochen, während der Routinier aus dem Überetsch nun nahezu jeden Ball druckvoll ins Feld setzte und so das Programm souverän abspulte. Der Favorit aus Australien brachte im zweiten Satz nur ein Aufschlagspiel durch, Seppi dagegen gab sich keine Blöße und zog mit seinem dritten Break in dieser Partei auf 5:1 davon. Das letzte, entscheidende Game bei eigenem Service war dann nur noch Formsache.

Es war dies erst Seppis zweiter Sieg im ewigen Vergleich mit dem 24-jährigen Kyrgios, der seinerseits schon drei Mal als Sieger den Platz verlassen hat – so geschehen letztmals in dieser Saison bei einem klaren Zweisatz-Erfolg in Acapulco.
Seppi im Achtelfinale der Favorit
Im Achtelfinale der mit 931.335 Dollar dotierten „Huajin Securities Championships“ in Zhuhai trifft Seppi nun am Donnerstag auf den chinesischen Lokalmatador Zhizhen Zhang, der durch eine Wildcard ins Hauptfeld gerutscht ist und dort auf Anhieb den deutschen Qualifikanten Dominik Köpfer aus dem Bewerb geworfen hat.

Der 22-Jährige aus Shanghai liegt in der Weltrangliste an Position 224 und somit deutlich hinter dem Südtiroler. Die beiden Rechtshänder, die sich von der Spielanlage her sehr ähnlich sind, standen sich bislang auf der ATP-Tour noch nie gegenüber.


Autor: fop

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