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Laura Letrari glänzte über 100 Meter Lagen

Swimmeeting Bozen: Vier Rekorde am ersten Wettkampftag

Die Weltklasse hat Wort gehalten und die Zuschauer in der Albert-Pircher-Halle am Pfarrhof beim 18. Swimmeeting Südtirol zum Auftakt von den Sitzen gerissen. Gleich vier Meetingrekorde wurden am Samstag geknackt.

Den Anfang der Rekordjagd machte Marco Orsi. Italiens Freistil-Könner gewann die 100 m Freistil in ausgezeichneten 47,22 Sekunden und blieb nur knapp eine Sekunde über dem Italienrekord. Orsi ist als Erster überhaupt in Bozen unter 48 Sekunden geblieben. „Es war auch Zeit dafür“, sagte OK-Chef Christian Mattivi vom SSV Bozen. Auch US-Superstar Ryan Lochte (47,80) und der Deutsche Steffen Deibler (48,03) blieben unter dem fünf Jahre alten Meetingrekord des Kroaten Mario Todorovic (48,09).

Über 100 m Freistil der Frauen gab es einen Favoritensieg von Natalie Coughlin. Die US-Amerikanerin, die in ihrer Karriere zwölf Olympia-Medaillen gewonnen hat, gewann in 53,51 aber nur eine Hundertstel vor ihrer Landsfrau Madison Kennedy (53,52). Erica Ferraioli wurde Dritte in 53,68.

Den zweiten Meetingrekord gab es dann über 50 m Brust den Frauen. Katie Meili siegte in 30,44 Sekunden und blieb klar unter der bisherigen Bozner Rekordmarke (Dorothea Brandt 30,96 im Jahre 2011). Den hervorragenden dritten Platz belegte Lokalmatadorin Lisa Fisseider. Die 20-ährige, die seit Saisonbeginn wieder in Bozen trainiert, verpasste in 31,11 Sekunden nur um 0,7 Sekunden das WM-Limit für die Kurzbahn-WM in einem Monat in Doha. Bei den Männern holte sich Fabio Scozzoli den Sieg. In 26,80 Sekunden blieb er nur um 14 Hundertstel über dem Meetingrekord, den der Slowene Emil Tahirovic vor fünf Jahren aufgestellt hat.

Über 100 m Rücken feierte US-Superstar Ryan Lochte, der mit dem meisten Applaus bedacht wurde, den einzigen Sieg des Tages bei vier Starts. Der Ausnahmekönner aus Übersee, der elf Olympiamedaillen und 35 WM-Titel in seiner einzigen Karriere gewonnen hat, siegte in 51,34 Sekunden und war damit 0,38 Sekunden schneller als Arkady Vyatchanin. Der Meetingrekord von Weltrekordler Nick Thoman (50,32) war aber auch für Lochte nicht zu knacken.

Bei den Frauen siegte über 100 m Rücken die Britin Jessica Fullalove in 59,76 vor den beiden Italienerinnen Elena Gemo (1.00,21) und Carlott Zofkova (1.00,43). Über 50 m Delfin war Weltrekordmann Steffen Deibler die große Attraktion. In 23,12 unterbot er seinen Meetingrekord aus dem Vorjahr (23,26) und verwies Lochte in 23,68 auf Rang zwei. Eine großartige Silvia Di Pietro setzte sich über 50 m Delfin der Frauen in 26,15 Sekunden durch und blieb nur 0,45 Sekunden über dem Meetingrekord und 0,53 Sekunden über dem Italien (25,62). Di Pietro siegte vor Elena Di Liddo (26,54) und Amanda Weir (27,23).

Das letzte Einzelrennen des Tages über 100 m Lagen brachte große Emotionen. Laura Letrari aus Brixen konnte nach ihrem überragenden Rennen die Tränen nicht zurück halten. In 1.00,11 wurde sie hinter Katie Meili (59,21) Zweite und schlug Superstar Natalie Coughlin (1.00,18), aber was noch wichtiger war: Sie blieb in der italienischen Saisonbestzeit nur 0,3 Sekunden über dem WM-Limit. Bei den Männern gewann Markus Deibler, der Bruder von Steffen, die 100 m Lagen in der neuen Meetingrekord-Zeit von 53,04 Sekunden. Er unterbot die Bozner Bestmarke von Gerhard Zandberg (53,28) und verwies Lochte (53,31) und den starken Marco Orsi (53,35) auf die Plätze.

Am Sonntag um 14.30 Uhr beginnt der zweite Tag beim Swimmeeting Südtirol.

Autor: sportnews