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Nach der Abfahrt noch in Führung, musste sich Dominik Paris schlussendlich mit Platz neun begnügen. © AFP / FRANCOIS XAVIER MARIT

„Erst Baby-Abfahrt, dann schlechte Piste“ – Kritik von Paris

Keine Medaillen gab es für die Südtiroler bei der WM-Kombination in Åre. Vor allem der nach der Abfahrt Führende Dominik Paris übt scharfe Kritik.

Der Ultner Super-G-Weltmeister Dominik Paris führte das Feld bei der WM-Kombi nach der Abfahrt an, konnte jedoch genauso wie die anderen Speedspezialisten im Slalom nichts ausrichten und musste sich schlussendlich mit dem neunten Platz begnügen (hier geht’s zum Rennbericht). Nun übt Paris scharfe Kritik: „Die Piste war grauenhaft. Es waren bereits die dritten Weltmeisterschaften in Folge mit derart schlechten Bedingungen im Kombi-Slalom. Jene die früher gestartet sind hatten einen großen Vorteil“.

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Im Slalom tat sich Dominik Paris schwer.


Für die Abfahrer sei es sehr schwierig gewesen ein Wörtchen um die vorderen Plätze mitzureden. „Erst gab es eine Baby-Abfahrt, dann den Slalom auf einer derart schlechten Piste“, so Paris. Dass die Piste immer schlechter werde, darauf habe er bereits vor dem Rennen hingewiesen. Für den Ultner ist die WM nun zu Ende. „Mit dem Verlauf der Weltmeisterschaften insgesamt bin ich überglücklich“, freute sich der Super-G-Weltmeister.

Tonetti verpasst Podest knapp

Viel Pech hatte Slalom-Spezialist Riccardo Tonetti. Er verpasste eine Medaille als Vierter nur knapp. „Natürlich hätte ich es besser machen können. Aber ich denke, ich habe sowohl im Slalom, als auch in der Abfahrt ein gutes Rennen geliefert“, betonte der Bozner. Freilich sei es ärgerlich, dass gerade mal 21 Hundertstelsekunden auf eine Medaille fehlten. „Schlussendlich war es ein Nachteil, die Abfahrt relativ gut bestritten zu haben. Der spätere Start im Slalom auf der immer schlechter werdenden Piste war nicht ideal“, kritisierte auch Tonetti die Verhältnisse.

Nichts zu holen gab es für Christof Innerhofer, dem Viertplatzierten nach der Abfahrt. Im Slalom schied der Gaiser aus. „Die Slalom-Strecke bei einer Kombination könnte etwas neutraler sein. Diesmal hat der französische Trainer einen schwierigen Kurs gewählt. Die Tore waren sehr eng gesteckt“, betonte Innerhofer.

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Christof Innerhofer lag nach der Abfahrt an vierter Stelle, schied im Slalom jedoch aus.


Aber auch mit seiner Abfahrtsleistung sei Innerhofer nicht zufrieden. Ein kleiner Fehler habe ihm einige Sekundenbruchteile gekostet. „Um eine Medaille zu holen braucht es den perfekten Tag. Diesen hatte ich leider nicht“, brachte es Innerhofer auf den Punkt.

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