L Ski Alpin

Blech für Riccardo Tonetti in der Kombination. © APA/afp / JONATHAN NACKSTRAND

Tonetti verpasst den Riesencoup – Abfahrer ohne Chance

Der womöglich letzte Kombinations-Weltmeister (dieses Format steht vor dem Aus) heißt Alexis Pinturault: Der Franzose holte sich in Åre Gold – und Riccardo Tonetti schrammte nur knapp an einer Medaille vorbei.

Irgendwie erfreulich, irgendwie bitter: Riccardo Tonetti hat am Montag in der Kombination von Åre sein bestes Karriere-Ergebnis überhaupt eingeheimst. Allerdings verpasste er als Vierter die Bronze-Medaille nur um 21 Hundertstelsekunden. Der Bozner lag nach dem ersten Durchgang, der Abfahrt, an 16. Stelle. Im Slalom legte der Technik-Spezialist dann eine solide Fahrt hin, ließ im oberen Teil der Strecke aber einige wichtige Hundertstelsekunden liegen, die ihm schließlich den dritten Platz kosteten: Am Ende musste sich Tonetti mit „Blech“ zufrieden geben.

Paris und Innerhofer chancenlos

© APA / EXPA/JOHANN GRODER

Dominik Paris im Stangenwald: Der Ultner landete auf Rang 9.

Medaillenhoffnungen durften sich nach der Abfahrt auch Dominik Paris und Christof Innerhofer machen: Der Ultner Super-G-Weltmeister führte das Feld an, der Gaiser lag auf Rang vier. Doch im Slalom wurde schon früh klar, dass die Abfahrer einen schweren Stand haben. Das bestätigte sich dann auch beim Auftritt der beiden Südtiroler: Paris verlor insgesamt drei Sekunden und wurde Neunter, Innerhofer schied aus.
Pinturault neuer Weltmeister

© APA / EXPA/DOMINIK ANGERER

Alexis Pinturault holte sich Kombi-Gold.

Neuer Weltmeister ist Alexis Pinturault. Der Kombi-Spezialist, der mit Knieproblemen zu kämpfen hat, kam auf dem von seinem Trainer gesteckten Slalom-Kurs am besten zurecht und setzte sich somit die Krone auf: Obwohl er im Weltcup schon sieben Siege in dieser Disziplin gefeiert hat, reichte es bei einer WM noch nie fürs Podest. Nun holte der 27-Jährige die Goldmedaille.

Silber ging an den Slowenen Stefan Hadalin, der nach der Abfahrt auf Rang 30 lag und im Slalom unglaubliche 28 Plätze gutgemacht hat. Bronze heimste indes der Österreicher Marco Schwarz ein.

Autor: det

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