e Biathlon

Jahrelang war sie eine erfolgreiche Langläuferin, nun will es Stina Nilsson im Biathlon wissen. © GETTY IMAGES NORTH AMERICA / DUSTIN SATLOFF

Auf dieses Debüt wartet die ganze Biathlon-Welt

Der Biathlon-Weltcup befindet sich auf der Zielgeraden. Im schwedischen Östersund stehen an diesem Wochenende die letzten Wettkämpfe an. Dabei wird auch erstmals eine besondere Athletin auf die große Weltcup-Bühne steigen.

Vor einem Jahr sorgte eine Meldung in der Wintersportszene für Aufsehen: Stina Nilsson, eine amtierende Langlauf-Olympiasiegerin, lässt ihre Sportart hinter sich und wechselt zum Biathlon. Dass sich die Schwedin aber nicht gleich mit Dorothea Wierer & Co. messen wird, war relativ schnell klar – zu groß ist die Umstellung. Heuer war Nilsson deshalb vorwiegend im IBU-Cup im Einsatz, bekommt von ihren Trainern nun aber ein Zuckerle: Beim Weltcup-Finale wird Nilsson erstmals in der Biathlon-Königsklasse an den Start gehen.


Die 27-Jährige ist eine der erfolgreichsten Langläuferinnen der letzten Jahre: Sie wurde 2018 in Pyeongchang Olympiasiegerin im Sprint, gewann insgesamt 23 Weltcuprennen und eine Kristallkugel. Nach ihrem überraschenden Wechsel zum Biathlon stellte die Schwedin vor allem das Schießen vor eine Herausforderung. In ihrer Premierensaison bei den Skijägern war Nilsson deshalb im IBU-Cup, der zweithöchsten Rennserie, im Einsatz, wo ein achter Platz in der Verfolgung von Brezno (Slowenien) ihr bestes Ergebnis ist. Außerdem lief sie mit der Staffel – ebenfalls in Brezno – aufs Podest.

Mal top, mal flop
Nilsson holte einige Top-30-Platzierungen, allerdings gingen ihr auch einige Wettkämpfe total daneben. In ihrem allerersten Biathlon-Rennen in Arber (Deutschland) landete sie nur auf dem 99. Platz. Im letzten IBU-Cup-Wettkampf der Saison in Obertilliach schoss sie im Sprint sieben von zehn Mal daneben.

Weil aber noch kein Meister vom Himmel gefallen ist und aller Anfang schwer ist, heißt es für Nilsson weiterarbeiten. Denn schon vor ihr haben Athletinnen den Sprung vom Langlauf zum Biathlon gewagt und sind mittlerweile auch große Stars der Szene, wie beispielsweise die Deutsche Denise Herrmann. Am Freitag darf Nilsson im Damen-Sprint jedenfalls erstmals Weltcupluft schnuppern. Die Biathlon-Welt wird dann ganz genau hinschauen, wenn die 27-Jährige aus dem schwedischen Dörfchen Malung über die Loipe zischt und am Schießstand Maß nimmt.

Autor: det

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