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Biathlon-Küken Stina Nilsson. © TT News Agency / ANDERS WIKLUND

Der Unmut des Biathlon-Kükens: „Finde das ungerecht“

Stina Nilsson hat heuer ihre erste Saison im Biathlon absolviert. Eine Sache störte die Schwedin dabei ganz besonders.

In den letzten Jahren war Stina Nilsson eine der erfolgreichsten Langläuferinnen der Welt. Sie gewann in Pyeongchang die Olympia-Goldmedaille, darf sich zweifache Weltmeisterin nennen und holte zudem 23 Weltcupsiege. Im Frühjahr 2020 fällte sie jedoch die Entscheidung, zum Biathlon zu wechseln.


Bei den Skijägern hatte Nilsson in ihrer ersten Saison mit Anpassungsschwierigkeiten zu kämpfen. Die Schwedin war vorwiegend im IBU-Cup, der zweithöchsten Wettkampfserie, im Einsatz und lieferte sehr schwankende Leistungen ab. Ihr stehen einige Top-30-Platzierungen zu Buche, allerdings gingen Wettkämpfe zum Teil auch total daneben. Trotz allem durfte sie im März in Östersund ihre ersten Weltcuprennen bestreiten und rechtfertigte die Einsätze mit einem 22. und 26. Rang.

Medial (zu) präsent
„Sicherlich hat es in diesem Winter Momente gegeben, in denen die Dinge nicht so liefen, wie ich es wollte – sowohl am Schießstand als auch in der Loipe. Die Entscheidung, zum Biathlon zu wechseln, habe ich aber nie bereut. Es war eine Entscheidung, die in mir gereift ist, und ich habe immer eine Stimme gehört, die sagte: 'Mach es, Stina. Du wirst es schaffen'“, sagte Nilsson im Interview mit dem schwedischen Expressen.

Nilssons Wechsel zum Biathlon beherrschte nicht nur vor, sondern auch während der Saison die Schlagzeilen in den skandinavischen Medien. Das bekam die Olympiasiegerin auch zu spüren, was sie verärgerte. In einem normalen Winter wird in den schwedischen Medien kaum ein Wort über den IBU-Cup geschrieben, mit Nilsson war das alles anders.
„Eigentlich hätten sich die anderen die Aufmerksamkeit verdient.“
Stina Nilsson

„Es gab andere Mädchen – die großartige Ergebnisse erzielt haben – aber von den Medien überhaupt nicht bemerkt wurden. Ich finde das ungerecht und unvernünftig und es hat für eine seltsame Situation im Kader gesorgt“, so die 27-Jährige, die ein Beispiel hervorhebt. „Auf der Heimfahrt nach den Rennen saßen vorne teilweise Athleten, die in den Top 6 gelandet sind und ihre Blumen in der Hand hielten. Und ich saß hinten im Bus und musste sechs oder sieben Telefoninterviews geben. Das war komisch, weil sich eigentlich die anderen die Aufmerksamkeit verdient gehabt hätten und nicht ich.“

Das verärgerte Nilsson ein wenig. Ansonsten ist sie mit Biathlon rundum glücklich. „Als ich beim Weltcupfinale debütieren durfte, habe ich endgültig gefühlt, dass ich in dieser Welt angekommen bin. Es war fantastisch und so unterhaltsam, mit meinen Idolen Rennen bestreiten zu können“, so Nilsson, die die neue Saison schon jetzt nicht erwarten kann.

Schlagwörter: Wintersport

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