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Bronze in der Staffel: Die Azzurri um Linda Zingerle (rechts).

Linda Zingerle: „Ich habe es verpatzt“

Zwei Medaillen für Italien gab es am vorletzten Tag der Biathlon-Jugend- und Juniorenweltmeisterschaft in Obertilliach (Osttirol). Doch die zwei Bronzenen hatten einen recht unterschiedlichen Geschmack. Für Linda Zingerle war es bereits das dritte Edelmetall bei dieser WM, aber es hätte auch gut Gold sein können, wenn...

Von Luis Mahlknecht, Obertilliach


Doch mit der Möglichkeitsform gewinnt man auch im Biathlon keinen Blumentopf, und so war nach der Staffel der Jugendkategorien (U19) die Stimmung trotz Bronze nicht gerade himmelhochjauchzend. „Du kannst es schreiben, ich habe es versch...“, war Linda Zingerle selbstkritisch genug.

Denn Italien hatte mit Martina Trabucchi und Sara Scattolo immer ganz vorne mitgemischt, Linda Zingerle hatte sogar die Führung ausgebaut und kam mit gut 20 Sekunden Vorsprung zum letzten Schießen. Doch dann flatterten bei der Antholzerin die Nerven. „Ich war nervös, vielleicht zu angespannt“, gab die Tochter von Italiens Cheftrainer Andreas Zingerle zu. Und so schlichen sich Fehler ein, bei den ersten 5 Schüssen traf sie nur einmal, mit den drei Nachladern auch nur einmal, so dass sie drei Runden durch den Strafgarten kreiseln musste. Inzwischen waren Französinnen und Sloweninnen durch, Linda Zingerle zeigte sich aber auf der Schlussrunde ehrgeizig genug und rettete Bronze vor den mächtig aufholenden Deutschen.

Dann aber wurde allen bewusst, dass es wieder einmal Edelmetall war, und das erfüllte wieder das Team mit Stolz, hatte man doch Biathlon-Großmächte wie Deutschland oder Russland hinter sich gelassen.

Hellste Freude herrschte im italienischen Lager auch nach der Bronzemedaille der gleichaltrigen Burschen. Mit einer phänomenalen Schießleistung (bis zum allerletzten Schießen hatte man nicht einmal eine Reservepatrone benötigt) sicherten sich Stefan Navillod aus dem Aostatal, Fabio Piller Cottrer aus Pladen/Sappada und Marco Barale aus dem südlichen Piemont den 3. Rang hinter Polen (ihr Sieg ist geradezu historisch) und Frankreich.

Autor: lm

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