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Lukas Hofer landete auf dem 13. Platz. © APA/afp / JURE MAKOVEC

Lukas Hofer und der verflixte letzte Schuss

Die Weltmeisterschaft der Biathleten auf der Pokljuka nimmt so richtig Fahrt auf: Am Freitag stand der Sprint der Herren an – mit einem Lukas Hofer, dem der letzte Schuss zum Verhängnis wurde.

Lukas Hofer ist in dieser Saison ein Muster an Konstanz. Im WM-Sprint auf der Pokljuka mischte der Montaler erneut bei den Besten mit, doch in einem sehr engen Rennen landete er am Ende auf dem 13. Rang. Sein Traum von einer Top-Platzierung platzte ausgerechnet beim letzten Schuss.


Hofer war auf der slowenischen Hochebene mit der Startnummer 2 von Beginn an stark unterwegs. Das Liegendschießen meisterte er ohne Probleme und kam fehlerlos durch. Auch im Stehendanschlag leistete er zunächst ganze Arbeit: Die ersten Scheiben räumte der Pusterer schnell und präzise ab, und als vieles schon auf einen „Nuller“ hindeutete, ging ausgerechnet der letzte Schuss daneben. Folglich musste Hofer in die Strafrunde, eine Spitzenplatzierung war dahin.

Im Ziel wies Hofer einen Rückstand von 47 Sekunden auf – wer weiß, was alles möglich gewesen wäre, hätte der 31-Jährige nicht eine rund 25-sekündige Strafrunde absolvieren müssen. So aber bleibt zumindest die gute Ausgangslage für die Verfolgung am Sonntag.

Kein Norweger am Podest
Eine überraschende Zusammenstellung hat indes das Podium. Bisher war nämlich in jedem Weltcuprennen mindestens ein Norweger auf dem Stockerl gestanden, im ersten WM-Rennen jedoch nicht. Neuer Weltmeister ist der Schwede Martin Ponsiluoma, der ohne Fehler durchgekommen ist. Kurios: Bisher war ein dritter Platz Ende November sein bestes Ergebnis in dieser Saison. Nun tritt der Biathlet aus Östersund in die Fußstapfen von Alexander Loginov, der sich im Vorjahr in Antholz den WM-Titel geholt hatte.

Überraschungs-Weltmeister Martin Ponsiluoma. © APA/afp / JOE KLAMAR


Auf den Plätzen 2 und 3 sind französische Athleten zu finden: Simon Desthieux kam ebenfalls ohne Fehler durch und büßte 11 Sekunden ein, Verfolgungsweltmeister Emilien Jacquelin holte sich Bronze. Erst dahinter folgen die Norweger: Johannes Dahle kam mit 10 Sekunden Rückstand auf Bronze als Vierter ins Ziel, fast zeitgleich überquerte auch Johannes Thingnes Bø die finale Linie.

Mit Dominik Windisch war ein zweiter Südtiroler am Start: Der Rasner musste 3 Mal in die Strafrunde und scheint im Schlussranking auf Platz 34 auf. Damit ist er in der Verfolgung am Sonntag mit dabei. Auch die Italiener Didier Bionaz (21.) und Thomas Bormolini (27.) haben ein ordentliches Rennen abgeliefert.

Am Samstag sind auf der Pokljuka die Damen mit ihrem Sprint dran (14.30 Uhr), ehe am Sonntag die Verfolgungen der Herren (13.15 Uhr) und der Damen (15.30 Uhr) anstehen.

Autor: det

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