e Biathlon-WM 2020

Mitarbeiter und Kunden beim Stand von Comedicus.

Speakers Corner | Begegnungen

Wenn sich jemand in der Welt des Biathlons auskennt, dann ist das Luis Mahlknecht. Der Sportjournalist aus St. Ulrich gilt als ausgewiesener Experte der Szene, der außerdem schon seit über einem Jahrzehnt als Stadionsprecher in Antholz tätig ist. Nicht zuletzt auch deshalb bekommt Mahlknecht die spannendsten Geschichten in der Südtirol Arena mit. Für SportNews führt er während der WM ein Tagebuch und berichtet über Kurioses und Interessantes auf- und abseits der Loipe.



Leichter Schneefall am Morgen verzaubert abermals die Landschaft im Antholzer Talschluss. Die ersten Mitarbeiter sind früh unterwegs, um den nachts gefallenen Schnee zu entfernen. Unter diesen fleißigen Menschen sind auch Willy und Samuel Runggaldier, die mit viel Herzblut den Stand von „Comedicus“ betreuen. Für eine kleine Spende kann man Autogrammkarten oder signierte Startnummern erwerben. Das Geld fließt komplett zugunsten der Organisation, die Kindern in Krankenhäusern ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Und Willys und Samuels „Bombardino“ ist begehrter denn eh und je.

Die Faszination Biathlon erfasst auch Sportler aus anderen Disziplinen. So kommt auch nicht jede Verletzung nur zum Schaden. Positiv denken, das ist auch die Devise für Dominik Paris und Manfred Mölgg, die beide erstmals beim Biathlon live vor Ort sind. Und voll des Lobes staunen. Als sie zwei Athletinnen aus Lettland beim Auslaufen sehen, kommentiert der Ultner trocken: „Das wäre, als würden wir nach einer Abfahrt noch einmal den Hang herunterfahren.“
Ein Cappuccino als Zaubertrank für Bronze?
Mit einer riesigen kanadischen Flagge steht Familie Dickson auf der oberen Tribüne. Die Mutter und die zwei Schwestern der WM-Debütantin Emily sind aus Canmore angereist, um ihre 23-jährige Tochter anzufeuern. Dass Emily sich sogar für den Verfolger am Sonntag qualifizieren konnte, ist für die weitgereiste Familie aus dem Bundesstaat Alberta zusätzlicher Grund zur Freude. Lange halten sie es auf der Tribüne nicht aus, sie stürmen nach unten, um die Tochter ganz fest zu umarmen.

Für die Überraschung schlechthin sorgt die kräftige Tschechin Lucie Charvatova, die mit hoher Startnummer zur Bronzemedaille läuft. Vielleicht liegt das Geheimnis ihres Triumphes im schmackhaften Cappuccino, den ihr zuvor Dejan im „Brötz“ in Niederrasen aufgetischt hatte. Denn hinter jeder Medaille steckt ein kleines „Warum“. Und so ein Getränk in gemütlicher Runde und mit passender Begleitung kann mitunter Wunder wirken...

Autor: lm

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