e Biathlon

Dorothea Wierer patzte am Sonntag beim Stehendschießen. © ANSA / MARTIN DIVISEK

Wierer schrammt an ihrer nächsten Medaille vorbei

Dorothea Wierer hat bei den Olympischen Spielen in Peking ihre nächste Medaille nur hauchdünn verpasst. Dabei sah es lange Zeit gut aus.

Bis zum letzten Schießen war Wierer auf Silberkurs – auch, wenn sie beim ersten Stehendschießen zwei Mal daneben gezielt hatte. Dann setzte die 31-Jährige zum letzten Schießen an. Dabei ließ sie bei zunehmend schwierigen Wind-Verhältnissen eine weitere Scheibe stehen. Folglich ging Wierer als Vierte auf die Schlussrunde. Der Rückstand auf Platz 3, den Ingrid Landmark Tandrevold innehatte, betrug 8 Sekunden. Doch Wierer kämpfte in der Schlussrunde bei extrem stumpfen Schneeverhältnissen – wie viele andere Athletinnen auch – mit ihren Kräften und fiel am Ende auf Rang 6 zurück.



Den Sieg holte sich die Norwegerin Marte Olsbu Røiseland in überlegener Art und Weise. Die Sprint-Siegerin machte nur einen Fehler am Schießstand und kürte sich innerhalb von zwei Tagen zur Doppel-Olympiasiegerin. Silber ging erneut an Elvira Öberg, die genauso wie Wierer 3 Mal daneben gezielt hatte.

Marte Olsbu Røiseland (links) war nicht zu schlagen. Bronze ging an eine ausgepowerte Tiril Eckhoff (rechts). © ANSA / FILIP SINGER


Bronze schnappte sich am Ende allerdings nicht Tandrevold, sondern ihre Freundin Tiril Eckhoff. Die Norwegerin war nach dem letzten Schießen noch auf Rang 7 gelegen und sicherte sich am Ende noch eine Medaille. Tandrevold wurde hingegen auf der Schlussrunde völlig durchgereicht und kam als 14. ins Ziel. Im Ziel brach Tandrevold dann sogar zusammen.
Extrem schwierige Bedingungen
Die Athletinnen wurden am Sonntag in der Verfolgung – bei -14 Grad und zunehmend starkem Schneefall – richtig auf die Probe gestellt. Wierer machte ein starkes Rennen und hatte sogar nach dem letzten Schießen noch eine Medaillenchance. Der extrem stumpfe Schnee machte der Südtirolerin, die bis dahin in der Loipe gut unterwegs gewesen war, auf der Schlussrunde aber zu schaffen. Somit wurde wenige Kilometer vor dem Ziel schnell klar, dass Wierer nicht mehr in den Medaillenkampf eingreifen kann.

Die Bedingungen waren für Wierer & Co. alles andere als einfach. © ANSA / CHRISTIAN BRUNA


Doch Wierer hat bereits im Sprint am Freitag ihre lang ersehnte Einzel-Medaille bei Olympia eingefahren und hat am nächsten Samstag im Massenstart dann noch einmal eine Chance. Zuvor steht am Mittwoch noch die Damen-Staffel auf dem Programm. Die anderen Azzurre, Lisa Vittozzi und Samuela Comola, landeten am Sonntag auf den Plätzen 32 und 37.

<<<Hier gibt es den gesamten Rennverlauf <<<
Verfolgung der Damen
Pos.NameLandZeitFehler
1.Marte Olsbu RøiselandNOR34.46,9 Min.1
2.Elvira ÖbergSWE+1.363
3.Tiril EckhoffNOR+1.48,73
4.Hanna SolaBEL+1.58,93
5.Linn PerssonSWE+2.07,22
6.Dorothea WiererITA/Niederrasen+2.09,13
7.Lisa Theresa HauserAUT+2.09,82
8.Julia SimonFRA+2.18,32
32.Lisa VittozziITA+4.34,34
37.Samuela ComolaITA+5.23,53

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2022 First Avenue GmbH