Wintersport

Samuel Costa bei einem Trainingssprung in Seefeld. © instagram/samuelcosta

Das sagen die Südtiroler vor der „Heim-WM“ – Teil 1

Am Donnerstag beginnt die Nordische Ski-WM in Tirol. Wie der einzige Südtiroler Langläufer und die drei Kombinierer ihre Ausgangslage bei den interkontinentalen Titelkämpfen sehen, haben sie im SportNews-Interview verraten. Dadurch, dass die Wettkämpfe in Seefeld bzw. in Innsbruck ausgetragen werden, sprechen unsere Asse von einer „gefühlten Heim-WM“.

Am Mittwochabend (18 Uhr) wurde die Nordische Ski-WM 2019 in Seefeld eröffnet. Am Donnerstagmittag steht bereits der erste Wettkampf an. In den kommenden eineinhalb Wochen werden auch sieben Südtiroler an den Start gehen. Im SportNews-Interview (Teil 1) wurden jene vier einheimischen Asse zu ihren Zielen befragt, welche bereits am Donnerstag bzw. Freitag in die WM starten werden.

Skilanglauf
Die Langläufer werden die Weltmeisterschaft in Seefeld mit dem Sprintwettkampf eröffnen. Dabei ist auch ein Südtiroler am Start. Der Bozner Stefan Zelger wird seine WM-Premiere geben. „An Seefeld habe ich gute Erfahrungen: Hier konnte ich in der Vorsaison als 28. im Sprint meine ersten Weltcuppunkte holen“, sagte Zelger.

Der 23-Jährige, der am letzten Wochenende im Aoastatal zweimal in die Punkteränge lief, hat sich hohe Ziel für seine erste Weltmeisterschaft gesteckt. „Im Sprint will auf jeden Fall die Qualifikation überstehen. Wer weiß, vielleicht kann ich es am Ende bis ins Halbfinale (unter die Besten zwölf) schaffen“, gab sich Zelger optimistisch.

Stefan Zelger präsentierte sich zuletzt in Topform. © instagram/stefan zelger

Zelger wird in Seefeld aber nicht nur den Sprint bestreiten. Auch beim 15-km-Rennen in der klassischen Technik wird der Bozner zum Einsatz kommen. „Im Distanzrennen sollte ein Platz unter den besten 30 durchaus möglich sein“, sagte Zelger.
Nordische Kombination
Bei den Kombinierern wurden fünf „Azzurri“ für die WM in Tirol nominiert: Alessandro Pittin, Raffaele Buzzi – sowie die drei Südtiroler – Aaron Kostner, Samuel Costa und Lukas Runggaldier. Schlussendlich werden nur vier Athleten an den beiden Einzelwettkämpfen und am Teamwettbewerb teilnehmen. Im Teamsprint werden sogar nur zwei „Azzurri“ antreten können. Voraussichtlich werden sich hier Kostner und Costa um einen Platz, neben Pittin (ist einer der stärksten Langläufer im Weltcup), streiten.

Aaron Kostner aus St. Ulrich hat eine erfolgreiche Saison hinter sich: Der 19-Jährige errang in Lahti als 22. seine ersten Weltcuppunkte und wurde am selben Ort bei der Junioren-WM Vierter. „Ich freue mich riesig auf meine erste Weltmeisterschaft, überhaupt weil sie in Tirol stattfindet. Es fühlt sich an wie eine Heim-WM, denn in Seefeld bin ich schon als 13-Jähriger (auf der 60-Meter-Schanze) gesprungen. Auch auf der Bergisel-Schanze in Innsbruck zu springen ist ein Traum, denn die Aussicht dort ist phänomenal“, berichtete der euphorisierte Kostner.

Aaron Kostner konnte in diesem Winter überzeugen. © instagram/aaronkostner

Auch beim Wolkensteiner Samuel Costa ist die Vorfreude auf die Weltmeisterschaft in Tirol groß: „Viele Fans aus Gröden werden uns bei dieser WM unterstützen“, sagte Costa vor seiner fünften Teilnahme an den interkontinentalen Wettkämpfen. Der 26-Jährige, der in diesem Winter sein Comeback nach einer schweren Verletzung gegeben hatte, wurde Mitte Januar im Teamsprint (gemeinsam mit Pittin) Vierter. „Ich will einfach gute Leistungen abliefern. Ob ich im Teamsprint dabei sein werde – ist davon abhängig – wie ich mich hier präsentiere“, sagte Costa im Interview.

Auch für Lukas Runggaldier aus St. Christina fühlen sich die Titelkämpfe in Tirol wie eine Heim-WM an. „Mein vorrangiges Ziel ist natürlich, bei den Wettkämpfen auch starten zu dürfen“, sagte der 31-Jährige. Runggaldier schaffte es in dieser Saison zweimal in die Punkteränge und konnte ein Rennen im zweitklassigen Kontinental Cup für sich entscheiden. „Läuferisch bin ich gut in Schuss, allerdings suche ich derzeit auf der Schanze nach meiner Form“, sagte Runggaldier vor seiner sechsten WM.

Lukas Runggaldier gilt als starker Langläufer © instagram/lukas runggaldier

Was die Skispringer (Alex Insam, Lara Malsiner und Elena Runggaldier) zu ihren Chancen bei der WM sagen, erfahren sie im zweiten Teil des Interviews am Donnerstagabend.

>>> Hier geht es zum WM-Programm

Autor: david.lechthaler

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