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Kurze Ärmel hatten am Dienstag keinen Seltenheitswert. © APA/afp / CHRISTOF STACHE

„Ich wurde lebendig gebraten“: Hitze-Diskussion bei WM

Die Nordische Skiweltmeisterschaft in Oberstdorf erhitzt wortwörtlich die Gemüter. Nun fordern die Langläuferinnen ein Eingreifen des Internationalen Skiverbandes FIS, um das Frühlingswetter zu umgehen.

„Ich war so durstig, dass es im Mund brannte.“ Mit diesen Worten macht die norwegische Weltklasse-Langläuferin Heidi Weng deutlich, was es bedeutet, bei Temperaturen weit im zweistelligen Bereich ein Rennen zu bestreiten. „Das ist das erste Mal, dass ich so etwas erlebt habe. Und ich hoffe, dass ich das nie mehr erleben muss“, betonte Weng am Dienstag, nachdem sie das 10-Kilometer-Rennen auf Rang 15 beendet hatte. „Es ist so unglaublich heiß. Ich hätte gerne in einer Sauna trainiert, bevor ich hierher gekommen bin.“ Sie hofft, dass die FIS eingreift und die Startzeit von 13 Uhr ändert, denn es sei „absolut schrecklich gewesen.“


In Oberstdorf wurden am Dienstag 13 Grad gemessen, wobei die Sonne die wahrgenommene Temperatur noch nach oben drückte. Am Mittwoch soll das Thermometer beim Herren-Rennen ähnliche Werte anzeigen.

Weil Jessica Diggins zu warm war, griff sie zu drastischen Maßnahmen. © APA / GEORG HOCHMUTH


Weng war nicht die einzige Athletin, die über das Wetter klagte. Youngster Helene Marie Fossesholm aus Norwegen meinte sogar, sie sei „lebendig gebraten worden.“ Und Jessica Diggins (USA) schnitt ihrem Rennanzug sogar die Ärmel ab. Sie verpasste als Vierte das Podest knapp und sagte anschließend: „Mein Gehirn war stärker als mein Körper, der mich anschrie, ich solle stoppen. Für eine, die die Kälte liebt, war es eine enorme Aufgabe“, behauptet die Gesamtweltcup-Führende.

Eine, die der Hitze trotzte, war Therese Johaug. Ihr konnte das Wetter nichts anhaben, im Gegenteil: Sie gewann mit fast einer Minute Vorsprung auf Frida Karlsson Gold. Bronze holte Ebba Andersson.

Autor: leo

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Kommentare (1)

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Hermann Zanier [melden]

warum die Rennen nicht am Vormittag gelaufen werden, verstehen die Götter. Da sind sicher wieder ein Paar Euro oder Dollar im Spiel, welche die Herzen den Organisatoren höher schlagen lassen. Andererseits, wenn man schon den Klimawandel will und ihn mit allen Mitteln herbeiführt, muss man auch die Unanehmlichkeiten in Kauf nehmen.

03.03.2021 08:39

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