v Rodeln Naturbahn

Sie will schon heuer angreifen und um Siege mitfahren: Daniela Mittermair. © Mirjam Jennewein

Weltcup beginnt: Die Favoriten und die Herausforderer

Am Wochenende starten Südtirols Naturbahnrodel-Asse in die neue Weltcupsaison. Für Spannung ist gesorgt.

Von:
Michael Andres

Der Startschuss fällt auf der Grantau-Bahn in Umhausen. Die ersten Entscheidungen im Ötztal stehen bereits am Samstag bei den Damen an. Und hier gleich mit einigen Favoritinnen aus Südtirol. Da ist einerseits Seriensiegerin Evelin Lanthaler, die immer noch nicht genug hat und sich stets aufs Neue motivieren kann. Da ist aber auch ihre Dauerrivalin Greta Pinggera aus Laas, die endlich die Dominanz der Passeirerin brechen will. Und nicht zuletzt wollen Rodlerinnen wie Daniela Mittermair aus Deutschnofen (Jahrgang 1999) und Nadine Staffler (Jahrgang 2000) in die Fußstapfen der beiden erfahrenen Rodlerinnen treten.


Während Staffler noch auf ihren ersten Podestplatz wartet, im letzten Jahr aber insbesondere bei ihren Heimrennen in Laas gleich 2 Mal als 4. knapp dran war – und freilich noch Zeit hat – schaffte es Mittermair in der vergangenen Saison 2 Mal auf das Podium. Beide Male war es der 3. Platz. Beide Male hinter Lanthaler und Pinggera. Schon heuer möchte sie vor den beiden Favoritinnen landen. „Ob ich Evelins Nachfolge antreten will? Gerne, aber ich will sie jetzt schon schlagen“, betonte Mittermair gegenüber SportNews. „Ein Weltcupsieg schon in dieser Saison wäre ein Traum“, gibt sie die Marschroute vor.

„Wir sind ein gutes Team. Ich kann mir von den beiden wertvolle Tipps holen.“ Daniela Mittermair


Trotz des Konkurrenzkampfes sind die Damen ein starkes Team. „Wir trainieren natürlich oft zusammen und harmonieren gut. Ich kann mir von den beiden wertvolle Tipps holen“, so Mittermair, die seit 3 Jahren Teil des A-Nationalteams der Azzurri ist. Bei der WM im vergangenen Jahr im Ötztal verpasste sie hinter Lanthaler, der Russin Jekaterina Lawrentjewa und der Österreicherin Tina Unterberger als 4. eine Medaille nur knapp.
Kammerlander ist der Favorit
Was Weltmeisterin Evelin Lanthaler bei den Damen ist, das war der Nordtiroler Thomas Kammerlander zuletzt bei den Herren. Während die 30-jährige Passeirerin in der vergangenen Saison alle 6 Weltcuprennen gewinnen konnte und den Gesamtsieg souverän vor Pinggera und Unterberger holte, landete Kammerlander in der Gesamtwertung auf Platz 4. Dies aber einzig und allein deshalb, weil er die ersten beiden Rennen coronabedingt auslassen musste. Die restlichen 4 Rennen konnte er allesamt gewinnen. Auch WM-Gold ging an Kammerlander.

Er ist auch diesmal der Favorit: Thomas Kammerlander. © Mirjam Jennewein


Kein Wunder also, dass der Ötztaler auch in dieser Saison der große Favorit ist. Ebenfalls ein Wörtchen um die Gesamtwertung mitreden wollen der österreichische Titelverteidiger Michael Scheikl, der Villanderer Alex Gruber und natürlich Routinier Patrick Pigneter aus Völs. Der 34-jährige ehemalige Seriensieger will unbedingt noch einen Gesamtweltcup holen. 11 Mal konnte er die Kristallkugel bereits gewinnen, zuletzt 2016.

Im Doppelsitzer führt nach wie vor kein Weg an Pigneter und dem Gadertaler Florian Clara vorbei. Das Südtiroler Traumduo holte auch im vorigen Jahr souverän den Gesamtsieg vor Patrick und Matthias Lambacher. 2020 konnten sich die Rodel-Brüder aus Villnöß zwar in Moskau den EM-Titel auf einer stark verkürzten Strecke holen, im Weltcup warten sie aber noch auf ihren ersten Sieg.

Patrick Pigneter (vorne) und Florian Clara sind die Favoriten im Doppel. © Mirjam Jennewein


Neben den Weltcuprennen bildet in dieser Saison die Europameisterschaft in dieser Saison einen Höhepunkt. Diese steht im Februar in Laas auf dem Programm.
Die internationalen Rodeltermine 2022
Weltcup:
07. – 09. Jänner Umhausen
14. – 16. Jänner Umhausen
21. – 23. Jänner Vatra Dornei
28. – 30. Jänner Deutschnofen
18. – 20. Februar Mariazell
24.– 27. Februar Moskau

EM: 10. – 13. Februar in Laas

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