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Siegte in Garmisch: Federica Brignone. © APA/dpa / Karl-Josef Hildenbrand

2 Siegerinnen in Garmisch: Eine verrückte Olympia-Generalprobe

Das letzte Weltcup-Rennen vor den Olympischen Spielen endete mit einem kuriosen Doppelsieg. Freuen durften sich Italien und Österreich.

1.18,19 Minuten: So rasant hat die gesundheitlich angeschlagene Federica Brignone am Sonntag den Super-G von Garmisch-Partenkirchen gemeistert. Schneller war im bayrischen Wintersportort ansonsten niemand. Mit einer einzigen Ausnahme: Cornelia Hütter absolvierte den einfach gesteckten Lauf in derselben Zeit. Folglich gibt es im letzten Rennen vor Olympia einen ex-aequo-Sieg.


Dass Federica Brignone am Ende auf Platz 1 zu finden ist, das konnte so erwartet werden. Die Gesamtweltcupsiegerin von 2020 führt die Super-G-Wertung an und hat heuer schon zwei Rennen für sich entscheiden können. Dass aber Hütter triumphieren würde, das ist eine kleine Überraschung. Obwohl die 29-jährige Österreicherin ihre gute Form mit einem dritten Platz in der Abfahrt am Samstag angedeutet hatte, sieht ihre Super-G-Bilanz in den letzten Jahren nicht berauschend aus. Auch wegen vieler Verletzungen liegt ihr erster und einziger Sieg in dieser Disziplin sechs Jahre zurück, das letzte Podium machte sie 2018.

Cornelia Hütter kann ihr Glück kaum fassen: Sie siegte zeitgleich mit Brignone. © APA/dpa / Karl-Josef Hildenbrand


Überhaupt präsentierten sich die Österreicherinnen am Sonntag in herausragender Verfassung. Auf den ersten fünf Positionen befinden sich gleich vier (!) Athletinnen des ÖSV. Platz 3 belegt Tamara Tippler, dahinter folgen Mirjam Puchner und Nadine Fest.
Bestes Super-G-Ergebnis für Nadia Delago
Nadia Delago hat ihre gute Form am Sonntag unterstrichen. Nach dem bärenstarken fünften Platz in der Abfahrt belegte sie im Super-G Rang 18. Damit erzielte die Grödnerin ihr bestes Ergebnis in dieser Disziplin, das bisher ein 27. Platz war. Entsprechend groß war Delagos Freude im Ziel. Ihre ältere Schwester Nicol beendete das Rennen auf dem 13. Platz.

Karoline Pichler hatte heuer im Super-G schon einige verheißungsvolle Auftritte hingelegt. Am Sonntag tat sich die Petersbergerin aber schwer. Sie büßte kontinuierlich an Zeit ein, war nur selten auf Ideallinie und ärgerte sich beim Abschwingen hörbar über ihre Leistung. Ihr steht der 26. Platz zu Buche.

Für die Speed-Damen geht es nun nach Peking zu den Olympischen Spielen. Dort steht am 11. Februar der Super-G an, vier Tage später wird die Abfahrt ausgetragen.

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