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Slalom-Spezialistin und eine sehr tapfere Frau: Martina Dubovska. © TT NEWS AGENCY / PONTUS LUNDAHL

Brutaler Schicksalsschlag: Das tapferste Ski-Ass im Weltcup

In den finalen Saisonrennen in der Lenzerheide geht es für viele Ski-Stars noch um Siege, Kristallkugeln und Ruhm. Für eine Sportlerin ist das Skifahren zurzeit aber Therapie – denn sie erlitt vor kurzem einen Schicksalsschlag, der ihr Leben veränderte.

Martina Dubovska fährt schon seit einigen Jahren im Weltcup mit, doch so richtig geplatzt ist der Knoten bei der 29-Jährigen erst heuer. In acht Weltcup-Slaloms fuhr sie in dieser Saison in die Punkte, zwei Mal raste sie in die Top 10 und gewann zudem im Dezember im Ahrntal ihr erstes Europacuprennen. Und doch wird die Tschechin mit slowakischen Wurzeln diese herausragende Saison immer mit einer negativen Erinnerung in Verbindung bringen: Im Februar ist ihre Mutter nämlich plötzlich und unerwartet gestorben.


Dubovska war Mitte Februar gerade auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo, da erreichte sie die schockierende Nachricht: Ihre Mutter ist bei einem Autounfall schwer verletzt worden. Die Slalom-Spezialistin machte sofort kehrt und fuhr ins Krankenhaus, wo sie ihrer Mutter, einer Lehrerin, beistand. „Mama ist immer noch hier und kämpft. Sie ist die größte und mutigste Kriegerin, die ich kenne“, schrieb Dubovska damals in einer emotionalen Botschaft auf Social Media. Doch am Ende erwiesen sich die Verletzungen als zu schwer – und Mama Dubovska verlor den Kampf.

Skifahren als Trauerbewältigung
„Ich liebe dich für immer, Mama“, lauteten die rührenden Abschiedsworte der Skirennläuferin auf Social Media. Das Skifahren half der Tschechin in diesen Tagen bei der Trauerbewältigung: Wenige Tage nach dem tragischen Tod stand Dubovska in Jasna am Start und heimste mit Platz acht ihr bestes Karriereergebnis ein.

Martina Dubovska (links) und ihre Mutter bei einem Weltcuprennen. © Social Media


„Mami, du wärst so stolz auf mich“, schrieb die 29-Jährige, die ihre Postings fortan immer mit Hashtags wie „Für dich Mami“ oder „Immer mit dir Mami“ kennzeichnete. Auch in den Slaloms von Åre zeigte sie mit einem 12. und einem 13. Platz gute Leistungen.

In Lenzerheide wird Dubovska ebenfalls am Start stehen – mit einer Mutter, die ihr von oben viel Kraft gibt. „Ich glaube, dass sie mich weiterhin unterstützen und beschützen wird, wenn auch nur vom Himmel“, so die Worte der tapfersten Skifahrerin im Weltcup.

Autor: det

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