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Gino Caviezel ließ alle hinter sich. © APA/afp / JOE KLAMAR

Caviezel führt, Kilde hadert, Mölgg lauert

24 Stunden nach den Damen sind auch die besten Ski-Herren in die neue Weltcup-Saison gestartet – und das mit einer dicken Überraschung: Gino Caviezel führt in Sölden den Riesentorlauf nach dem 1. Durchgang an.

Bei strahlendem Sonnenschein setzte Zan Kranjec auf der perfekt präparierten Piste am Rettenbachgletscher die erste Richtmarke, an der sich seine Kontrahenten reihenweise die Zähne ausbissen. Erst als Henrik Kristoffersen mit der Startnummer 6 ins Rennen ging, wackelte die Bestzeit des Slowenen. Knapp aber doch ließ Kranjec den Norweger hinter sich – genauso wie dessen Rivale im Gesamtweltcup Alexis Pinturault. Im Gegensatz zu Kranjec und Kristoffersen leistete sich der Franzose allerdings einen Patzer, der eine bessere Position verhinderte.

Wegen der eisigen Unterlage, die Chancengleichheit gewährte, griffen auch die Athleten mit höheren Nummern im Kampf um die Spitze ein. Gino Caviezel etwa, der als 12. das Starthaus verließ und mit einer makellosen Fahrt die Führung um 6 Hundertstelsekunden übernahm. Überhaupt zogen sich die knappen Abstände wie ein roter Faden durch den gesamten Durchgang. Dass die ersten 14 Athleten weniger als eine Sekunde trennen, unterstreicht dies.

Kilde ohne Punkte, Mölgg in Lauerstellung
Mit der absolut besten Zwischenzeit war der letztjährige Gesamtweltcup-Sieger Aleksander Aamodt Kilde unterwegs. Ein Fehler im Steilhang wurde dem 28-Jährigen allerdings zum Verhängnis – er schied aus. So kam es, dass Caviezel die Führung vor Kranjec und Kristoffersen behauptete. „Ich wusste, dass ich gut in Form bin“, resümierte der Schweizer, der in seiner Karriere kein einziges Weltcup-Podium vorweisen kann. Neben Caviezel platzierten sich mit Loic Meillard und Marco Odermatt 2 weitere Eidgenossen in den Top-7.

Für die Ski-Nation Österreich deutet unterdessen vieles auf eine weitere Schlappe hin. Denn nach dem desaströsen Damen-Rennen am Samstag, ist Stefan Brennsteiner als 18. zurzeit der bestklassierte Österreicher. Manfred Mölgg, der als einziger die Südtiroler Fahne hochhielt, zeigte mit der Startnummer 33 eine beherzte Fahrt. Zur Halbzeit liegt der Routinier auf Rang 20.


Der Zwischenstand:
Pos.NameLandZeit
1.Gino CaviezelSchweiz1.08,13 Minuten
2.Zan KranjecSlowenien+0,06 Sekunden
3.Henrik KristoffersenNorwegen+0,10
4.Alexis PinturaultFrankreich+0,15
5.Lucas BraathenNorwegen+0,24
6.Loic MeillardSchweiz+0,28
7.Marco OdermattSchweiz+0,31
8.Leif Kristian Nestvold-HaugenNorwegen+0,42
9.Luca De AliprandiniItalien+0,57
10.Ted LigetyUSA+0,77
20.Manfred MölggItalien/Enneberg+1,46

Autor: leo

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