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Trauer um den US-Amerikaner Eric Keck. © Ski Racing Media

Der Ski-Zirkus trauert um einen seiner Exoten

Nur wenige Tage nach dem plötzlichen Tod des Norwegers Finn Christian Jagge trauert die Ski-Familie um den nächsten ehemaligen Athleten.

Der Name Eric Keck dürfte den wenigsten ein Begriff sein. Trotzdem galt der US-Amerikaner im Ski-Zirkus als einer der größten Exoten – im wörtlichen Sinn. Jetzt ist er im Alter von 52 Jahren überraschend gestorben.

Keck war in den späten 80er-Jahren aktiv gewesen. Sportlich gesehen hinterließ der US-Amerikaner keinen bleibenden Eindruck, Top-Ergebnisse stehen ihm nicht zu Buche. Dafür sorgte er anderweitig für Furore: Der Abfahrer brachte nämlich stolze 111 Kilogramm auf die Waage und dürfte somit einer der schwersten Skifahrer aller Zeiten gewesen sein.

Er fuhr im Team mit dem legendären AJ Kitt, der sich an seinen Freund erinnert. „Keck hat mir auf meinem Weg so viel beigebracht und gezeigt, wie ich ohne Zweifel und mit viel Selbstvertrauen vorangehen kann“, sagte der US-Amerikaner, der 1993 WM-Bronze geholt hatte und 1992 in Gröden auf Platz 3 gerast war.

Der brutale Sturz auf der Mausefalle
Steve Porino, ein weiterer Teamkollege, sagte: „Obwohl die Rekordbücher es niemals zeigen werden, war Eric Keck im US-Team eine Berühmtheit.“ Unter anderem auch, weil er bei einem Trainingslauf in Kitzbühel mit Vollkaracho über die Mausefalle sprang, zu Sturz kam und danach aufstand, als wäre nichts gewesen. „Er war mit seinem kräftigen Körper ein menschliches Monster“, sagte Porino.

Lange dauerte die Ski-Karriere des Kraftpaketes aber nicht. Mit Anfang 20 schloss Keck dieses Kapitel ab und versuchte sich als Football-Spieler. Am Donnerstag ist er im Alter von 52 Jahren gestorben. Über die Umstände des Todes ist nichts bekannt.

Autor: det

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