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Hofft auf zwei gute Rennen in Wengen: Dominik Paris. (Foto: Pentaphoto) Beim Kombi-Slalom in Bormio hat er kurz vor dem Ziel eingefädelt. Blöd gelaufen, sagt Paris. (Foto: Pentaphoto) Will es auch in Wengen spritzen lassen: Dominik Paris nach der Bormio-Abfahrt. (Foto: Pentaphoto)

Dominik Paris: „Es gibt immer etwas zu verbessern“

Nach seinem Sieg in der Abfahrt von Bormio, ist Dominik Paris wieder im Aufwind. Pünktlich zu den großen Klassikern in Wengen und Kitzbühel ist der Ultner in Topform. „SportNews“ hat mit dem 28-jährigen Kraftpaket gesprochen und nachgefragt, was er sich von den Lauberhorn-Rennen erwartet.

Dominik Paris, im Vorjahr musste die Wengen-Abfahrt abgesagt werden und auch heute gab es kein Training.Wie sieht es mit dem Wetter aus?

Es ist auch heuer wieder ein bisschen ein Durcheinander. Wir sind extra einen Tag früher angereist und hoffen, dass wir jetztzumindest zwei Trainings bestreiten können.


Am Freitag steht die Kombination auf dem Programm. Mit Dominik Paris?

Ja, ich werde starten. In Bormio ist es in der Kombiein bisschen blöd gelaufen. Ich habe alles riskiert und bin leider ausgefallen. Das ist schade, denn das Podium war machbar. Aber so ist es eben, wenn man wenig Slalom trainiert.


Hast du in der Zwischenzeit etwas Slalomtraining absolviert?

Nein, bis jetzt nicht. Vielleicht werde ich in Wengen einen Tag Slalomtraining einlegen. Ansonsten haben wir zuletzt zwei Tage auf dem San-Pellegrino-Pass trainiert. Aber das Wetter war nicht gut. Deshalb bin ich mehr bei mir zu Hause, auf der Schwemmalm, im Tiefschnee gefahren.


Bis auf 2016, wo duVierter warst, gab es in Wengen nicht viel zu holen. Was erwartestdu dir heuer?

Ich hoffe immer auf das Beste und dann schauen wir, was herauskommt. Das Problem war, dass ich die Schlüsselstellen oft nicht gut erwischt habe. Ansonsten war ich eigentlich immer gut dabei. Aber Wengen ist eine lange Abfahrt. Wenn man so lange fährt, passiert gerne der eine oder andere Fehler. Trotzdem gefällt mir die Strecke gut.


Stichwort Strecke: Ist Bormio wirklich deine Lieblingspiste?

Nein, Kitzbühel gefällt mir noch besser. Aber klar, auch Bormio finde ich gut. Es sind beides schwere Pisten und man muss gut in Form sein, um dort zu bestehen. Ich komme in Bormio und in Kitzbühel gut zurecht und habe dort immer ein gutes Gefühl. Allerdings muss ich sagen, dass mir alle Abfahrten gefallen.


Wie sieht es mit deiner aktuellen Form aus?

Es passt. Man kann sich immer steigern und es gibt immer etwas, das man besser machen muss. Aber die Form sollte okay sein.


Du bist der einzige Speed-Spezialist in der Weltspitze, der mit Skiern vonNordica unterwegs ist. Ein Nachteil?

Nein, auf keinen Fall. Es macht keinen Unterschied, denn am Ende zählt immer der Fahrer.


Was glaubst du, ist für deine Teamkollegen Peter Fill und Christof Innerhofer in Wengen drin?

Die beiden sind am Lauberhorneigentlich immer vorne mit dabei. Ich glaube, dass für unser gesamtes Team einiges drin ist.


Interview: Christian Staffler

Autor: sportnews