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Das Siegerpodest: Erik Guay, Dominik Paris, Hannes Reichelt (alle Fotos: Pentaphoto) Paris bei seiner Siegesfahrt Peter Fill kam schwer zu Sturz Christof Innerhofer musste lange auf seinen Einsatz warten

Dominik Paris "zähmt" die Streif - Horror-Sturz von Peter Fill

Der Ultner hat beim Klassiker in Kitzbühel eine Meisterleistung gezeigt und durfte am Samstag über seinen zweiten Sieg im Weltcup jubeln. Glück im Unglück hatte Peter Fill, der bei mehr als 100 km/h in eine Plane prallte, abhob, sich einmal 360 Grad drehte und dann auf den Schnee prallte. Fill konnte alleine ins Ziel abfahren - ob er sich dabei verletzt hat steht noch nicht fest.

15 Jahre und zwei Tage nach dem Erfolg von Kristian Ghedina kletterte bei der Kitzbühel-Abfahrt erstmals wieder ein „Azzurro“ aufs höchste Podest. Dominik Paris fuhr vor allem ab dem Mittelabschnitt ein nahezu perfektes Rennen und kam nach 1.57,56 Minuten ins Ziel. Auf der Hausbergkante wählte er die schnellste Linie.

An der Bestzeit von Paris bissen sich alle Athleten der Topgruppe die Zähne aus. Auf Rang zwei landete der Kanadier Erik Guay mit einem Rückstand von 13 Hunderstel, Dritter wurde der Österreicher Hannes Reichelt (+0,36 Sekunden). In den Top-15 platzierten sich mit Werner Heel aus Walten und Siegmar Klotz aus Lana zwei weitere Südtiroler. Sie belegten die Ränge zwölf bzw. dreizehn.


Horror-Sturz von Peter Fill

Der Atem stockte hingegen allen Skifans wenige Augenblicke vor Paris' starkem Auftritt. Peter Fill kam nämlich schwer zu Sturz. Der 30-jährige Kastelruther geriet in der Rechtskurve der Steilhangausfahrt mit dem linken Ski in die Planen, die Piste seitlich abgrenzen. Daraufhin hob Fill ab, drehte sich in der Luft einmal um die eigene Achse und schlug schwer auf. Der Speed-Spezialist fuhr danach selbst ins Ziel ab. Laut ersten Informationen von den Kollegen der RAI soll Fill große Schmerzen haben, jedoch keine schwereren Verletzungen davongetragen haben.

Christof Innerhofer, der Wengen-Sieger, wurde heute erst mit Startnummer 46 ins Rennen geschickt. Er wurde von der FIS strafversetzt, nachdem er nach einem Sturz beim Training trotzdem ins Ziel weiterfuhr. Das ist laut Regeln nicht erlaubt. “Ich habe heute den gleichen Rhytmus wie immer durchgezogen. Von der Strafe lasse mich davon nicht beirren. Heute habe ich mal ein paar neue Kollegen am Start“, scherzte der Gaiser vor dem Rennen. Für ihn gab es schlussendlich aber nichts zu holen. Er lag bei den ersten zwei Zwischenzeiten zwar vorne, musste sich aber am Ende mit dem 21. Rang begnügen.


Ergebnisse FIS Weltcup in Kitzbühel (AUT) – Abfahrt Herren:

1. Dominik Paris ITA/Ulten 1:57,56
2. Erik Guay CAN 1:57,69
3. Hannes Reichelt AUT 1:57,92
4. Andrej Sporn SLO 1:58,14
5. David Poisson FRA 1:58,16
6. Max Franz AUT 1:58,17
7. Klaus Kröll AUT 1:58,29
8. Kjetil Jansrud NOR 1:58,45
9. Georg Streitberger AUT 1:58,57
10. Aksel Lund Svindal NOR 1:58,72

12. Werner Heel ITA/Walten 1:58,81
13. Siegmar Klotz ITA/Lana 1:58,82
21. Christof Innerhofer ITA /Gais1:59,48
25. Matteo Marsaglia ITA 1:59,83

u.a. ausgeschieden: Peter Fill ITA/Kastelruth

Autor: sportnews

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