L Ski Alpin

Pierre Bugnard hat seine Karriere beendet.

Ein emotionaler Abschied von der Ski-Bühne

Nicht mehr lange, dann geht es im Ski-Zirkus wieder zur Sache. Allerdings gibt es auch vor dem Re-Start noch Rücktritte zu vermelden.

Einer davon ist jener von Pierre Bugnard. Dem 27-jährigen Schweizer blieb der ganz große Durchbruch zwar verwehrt, aber immerhin brachte er es auf 5 Weltcup-Einsätze und mehrere Top-10-Ergebnisse im Europacup. Dass auch Abschiede von solchen „Underdogs“ emotional sein können, das bewies der Schweizer mit seinem langen Text in den sozialen Medien.

„Ich brenne seit vielen Jahren mit Leidenschaft und Ehrgeiz für diesen Sport. Die zahlreichen Stunden Training haben mich nie erschreckt. Ich hatte die Gelegenheit, mit Freunden, die genauso leidenschaftlich wie ich waren, auf die andere Seite der Welt zu reisen. Das Skifahren hat mir einen Charakter gegeben und Werte vermittelt, die von unschätzbarem Wert sind“, schreibt der Riesentorlauf-Spezialist. „Ich bin stolz, zu den besten Schweizer Skifahrern meiner Generation zu gehören, stolz darauf, den Start des legendären Adelboden-Rennens geschafft zu haben, stolz darauf, Eltern und eine Familie zu haben, die mich immer unterstützt haben und die auch in Zweifelsfällen immer hinter mir gestanden sind.“

5 Mal war Bugnard im Weltcup an den Start gegangen. © AFP / JOE KLAMAR


Allerdings sei die Zeit nun gekommen, einen Schlussstrich zu ziehen. „Die Entscheidung war nicht einfach, aber sinnvoll. Tatsächlich erlaubt mir das Skifahren nicht mehr, davon zu leben. Ich habe ein Alter erreicht, in dem ich über meine Zukunft nachdenken muss. Verletzungen haben mich in den letzten Jahren nicht verschont, und es war mir nicht mehr möglich, so viele Risiken für meine Gesundheit einzugehen. Das Niveau des Skifahrens ist sowohl im Weltcup als auch im Europacup so hoch, dass ein maximales Risiko eingegangen werden muss, um mit den Besten mithalten zu können.“
Schwierigkeiten werden immer größer
Vor allem der finanzielle Aspekt, aber auch mangelnde Unterstützung in der eigenen Heimat bereiteten Bugnard zuletzt Schwierigkeiten. „Die aktuelle Situation hat sich nicht wirklich zu meinen Gunsten ausgewirkt: Die Suche nach einem Sponsor war in den letzten Monaten unter den gegebenen Umständen noch komplizierter. Die Unsicherheit über den kommenden Winter war ebenso ein zu berücksichtigender Faktor wie der unbestreitbare Mangel an Unterstützung für das alpine Skifahren in meiner Gemeinde.“

Nun wird sich der 27-Jährige auf seinen beruflichen Werdegang konzentrieren und sein Rechtswissenschaftsstudium weiterführen.

Autor: det

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