L Ski Alpin

Elena Fanchini ist wieder zurück. © Pentaphoto

Elena Fanchini spricht über Tumor-Erkrankung: „Hatte Riesenglück“

Anfang Jänner erhielt Elena Fanchini die schockierende Nachricht: Sie leidet an einem Tumor. Nun, gut ein halbes Jahr später, ist sie schon wieder im Training. Im Interview mit der „Gazzetta dello Sport“ sprach sie über diese schwierige Zeit.

„Mir geht es gut, sehr gut sogar“, erklärt Fanchini. „Ich bin am 28. Mai operiert worden und war zwei Tage später schon zu Hause. Die Operation war lange, dauerte rund sechs Stunden, weil der Tumor so groß war. Allerdings habe ich das alles gut überstanden. Als ich zu Hause war, habe ich sofort begonnen zu laufen und ins Fitnessstudio zu gehen.“

Zurzeit trainiert Fanchini zwar mit der Nationalmannschaft, allerdings ist sie weiter in Behandlung. „Seit 9. Juli muss ich Chemotherapien machen. Bisher hat mein Körper darauf gut reagiert, weshalb ich auch immer trainieren konnte. Meiner Meinung nach hat es mir sehr geholfen, eine Sportlerin zu sein.“ Mittlerweile ist auch der Auslöser für den Tumor bekannt: Es handelt sich um ein Gen, das Fanchini von ihrer Mutter vererbt bekam.

„Ein Karriereende war für mich nie ein Thema“
„Trotz dieses düsteren Kapitels in meinem Leben muss ich sagen, dass ich Glück im Unglück hatte. Als es mir schlecht ging, haben die Ärzte sofort herausgefunden, dass ich an einem Tumor litt und konnten diese Krankheit perfekt heilen. Ich hatte also Riesenglück. Außerdem spielte der Kopf in dieser Zeit eine wichtige Rolle: Zu denken, irgendwann wieder Ski zu fahren, hat mir sehr viel Kraft gegeben. Deshalb war es für mich auch nie ein Thema, die Karriere zu beenden.“

Folglich ist Fanchini nun voller Tatendrang. „Ich möchte schon in Lake Louise bei den ersten Speed-Rennen an den Start gehen. Doch verrückt machen lasse ich mich nicht. Ich muss schauen, wie mein Körper auf die große Belastung reagiert. Bisher habe ich nämlich nur mit den Riesentorläuferinnen trainiert, ab Anfang August werde ich mit der Speed-Gruppe arbeiten.“

Zum Abschluss sprach der bekennende Inter-Fan auch noch über Cristiano Ronaldo und dessen Wechsel zu Juventus: „Schade, dass er nicht zur Inter gekommen ist. Ich denke aber, dass der Ronaldo-Transfer dem gesamten italienischen Fußball helfen wird. Wir Interisti glauben aber immer an uns.“

Autor: det

Empfehlungen

Kommentare (0)

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..

© 2020 Sportnews - IT00853870210