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Elena Curtoni und Federica Brignone hatten Grund zum Feiern. © APA/afp / FABRICE COFFRINI

„Ich hatte es im Herzen“ – Die Stimmen zum Super G

Nach ihrem Doppelsieg im Super G von St. Moritz befanden sich die Azzurre natürlich im Höhenflug. Während Federica Brignone und Elena Curtoni von Qualitäten und ihren Herzen sprachen, haderte Sofia Goggia indes mit ihrer Darbietung.

Bereits vor dem Start musste Federica Brignone ein großes Hindernis überwinden. Es verlangte ihr einiges an Mut und Kraft ab, sich nach dem schweren Sturz von Lara Gut-Behrami auf die Piste zu begeben. „Nach dem Sturz von Gut war es noch viel schwieriger die Konzentration zu bewahren. Trotzdem habe ich voll angegriffen und alles gegeben. Ich wollte im Ziel die Schnellste sein.“ Nachdem sie den Steilhang gemeistert und sich beim Rominger Sprung bewährt hatte, leuchtete es für Brignone letztlich in der Tat grün auf.


Dass sie am Tag zuvor nicht mit ihrer Leistung zufrieden gewesen war, gab ihr nach eigenen Angaben einen Motivationsschub: „Ich war erzürnt, da ich in einem Super G, der fast auf mich zugeschnitten war, enttäuscht habe.“ Mit dem Sieg vom Sonntag ist sie indes sogar mehr als nur zufrieden. „Diesen Erfolg zähle ich zu den schönsten Siegen meiner Karriere“, unterstreicht Brignone ihre Freude.

Curtoni mit Herz – Goggia unzufrieden
Elena Curtoni sprach mit ähnlicher Begeisterung über ihren Podestplatz am Schweizer Hang. „Die Leistung von heute hatte ich nicht nur in meinen Skiern. Ich hatte es auch in den Beinen und im Herzen.“ Vom schönsten Moment in ihrer Karriere möchte Curtoni dabei jedoch nicht sprechen: „Mittlerweile habe ich einen Punkt erreicht, durch den ich gelassen von Tag zu Tag denke, von Rennen zu Rennen.“

Ihre Teamkollegin Sofia Goggia haderte indes mit ihrem Auftritt. Nach dem Ausscheiden ihrer ärgsten Konkurrentin hätte sie einen noch größeren Vorsprung in der Disziplinenwertung erzwingen können. Mit dem sechsten Platz gelang ihr dies zwar in Ansätzen, zufrieden ist die Azzurra damit aber nicht. Sie habe die Schlüsselstellen verpasst und vor allem zu wenig Geschwindigkeit aufgebaut.

Sofia Goggia konnte sich mit ihrer Leistung nicht anfreunden. © ANSA / PETER SCHNEIDER

„Trotz des sechsten Platzes bin ich mit mir überhaupt nicht zufrieden. Ich weiß, dass ich mehr kann und mir tut es leid, dass ich mich nicht von meiner besten Seite zeigen konnte. Nach meinem Trainingsstopp in Sestriere geht es dann weiter nach Val d'Isère“, so die Speed-Queen. In Frankreich steht am Samstag die dritte Abfahrt der laufenden Saison auf dem Programm. Lara Gut-Behrami arbeitet bereits auf ihr Comeback hin.

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