L Ski Alpin

Jubel bei Henrik Kristoffersen. © APA/afp / TIZIANA FABI

Kristoffersen gewinnt ein verrücktes Alta-Badia-Rennen

Nicht Superstar Marco Odermatt, nicht der Halbzeitführende Mathieu Faivre haben dem Riesentorlauf in Alta Badia ihren Stempel aufgedrückt, sondern ein alter Bekannter: Henrik Kristoffersen. Der Norweger triumphierte in einem verrückten Rennen auf der Gran Risa.

Die Gran Risa liegt Henrik Kristoffersen einfach! Am Sonntag feierte der 27-Jährige auf der anspruchsvollen Strecke im Gadertal seinen 24. Weltcupsieg und beendete damit eine lange Durststrecke: Letztmals triumphierte er im Riesentorlauf im Dezember 2019, damals ebenfalls in Alta Badia. Überhaupt war es für den Norweger, der in den letzten Monaten seinen Ansprüchen hinterhergehinkt war, der erste Sieg seit fast einem Jahr. Letztmals stand er am 31. Jänner 2021 beim Slalom in Chamonix ganz oben.


Nach dem ersten Durchgang zählte Kristoffersen noch nicht zu den großen Favoriten, lag er doch „nur“ auf Position 7. An der Spitze boten sich indes Marco Odermatt – der bisher beide Riesentorläufe der Saison gewinnen konnte – und Weltmeister Mathieu Faivre ein Kopf-an-Kopf-Duell. Doch während Odermatt in der Entscheidung auf Platz 2 hinter dem groß auftrumpfenden Kristoffersen zurückfiel, lief beim halbzeitführenden Franzosen gar nichts zusammen, weshalb er nach einem fehlerhaften zweiten Durchgang an Position 16 zurückgereicht wurde. Platz 3 ging an den Österreicher Manuel Feller, der sein Ergebnis des ersten Laufs somit bestätigen konnte.

23 Plätze gutgemacht
Für die Geschichte des Tages sorgte aber ein anderer Österreicher, nämlich Patrick Feurstein. Der 25-Jährige lag nach dem ersten Durchgang noch an Position 27, zauberte dann aber einen wahren Traumlauf in den Schnee, an dem sich die Konkurrenz – darunter auch große Namen wie Alexis Pinturault – nach und nach die Zähne ausbiss. Schlussendlich machte er unglaubliche 23 Plätze gut und landete auf Rang 4 – sein mit Abstand bestes Ergebnis.

Patrick Feurstein sorgte für mächtig Furore. © ANSA / ANDREA SOLERO


Die Hoffnungen der Azzurri lagen am Sonntag auf Luca De Aliprandini, der mit Platz 5 zur Halbzeit auf Tuchfühlung mit dem Podest war. Doch im zweiten Lauf konnte der Nonsberger keinen entscheidenden Angriff nach vorne starten, weshalb er das Rennen auf dem alles in allem starken fünften Platz abschloss.
Nichts zu holen für die Südtiroler
Für die Südtiroler gab es am Sonntag nichts zu holen. Riccardo Tonetti war im ersten Durchgang im oberen Teil stark unterwegs, rutschte dann aber unglücklich weg und schied aus. Simon Maurberger, Alex Hofer und Hannes Zingerle klassierten sich im ersten Lauf jenseits der Top 30 und verpassten die Entscheidung deutlich. Routinier Manfred Mölgg war auf der Gran Risa nicht am Start.

Bereits am Montag steht in Alta Badia ein neuerlicher Riesentorlauf an. Der erste Durchgang beginnt um 10 Uhr, die Entscheidung um 13.30 Uhr.

Empfehlungen

Kommentare (0)

Bestätigen Sie den Aktivierungslink in unserer E-Mail, um Ihr Konto zu verifizieren und Kommentare zu schreiben.
Aktivierungslink erneut senden
Vervollständigen Sie Ihre Daten: Die Eingabe von Adresse, Ort, PLZ & Telefon ist verpflichtend, um einen Kommentar absenden zu können.
Profil bearbeiten

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen.

© 2022 First Avenue GmbH