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Könnte nachträglich disqualifiziert werden: Stefan Luitz © SID / PHILIPPE DESMAZES

Luitz droht nachträgliche Disqualifikation

Dem Deutschen Skiverband (DSV) und Skirennläufer Stefan Luitz droht nach den erfolgreichen Rennen von Beaver Creek ein böses Erwachen.

Vor einer Woche hatte der Stefan Luitz nach einer einjährigen Verletzungspause sensationell den Riesentorlauf in Beaver Creek gewonnen (SportNews hat berichtet).

Nun kam für den Athleten aus Deutschland jedoch eine Schock-Meldung: Im schlimmsten Fall könnte dem 25 Jahre alten Allgäuer sogar sein erster Weltcupsieg aberkannt werden. Die DSV-Athleten um Luitz waren vor dem Riesenslalom am Sonntag mit Sauerstoff versorgt worden.

„Kein Doping“


Alpin-Chef Wolfgang Maier räumte bereits „einen Fehler ein. Dazu stehen wir auch. Wir wussten nicht, dass die FIS ihre Regularien nicht dem WADA-Code angepasst hat“, sagte Maier dem SID, fügte aber deutlich an: „Wir haben kein Doping betrieben. Dagegen wehren wir uns mit Händen und Füßen.“

Der DSV wurde vom Internationalen Skiverband (FIS) bereits „um eine Stellungnahme zu dem Vorfall gebeten. Wir sind dem Wunsch natürlich nachgekommen. Die Stellungnahme liegt der FIS vor. Die Untersuchung läuft. Wir warten nun auf eine Entscheidung“, sagte DSV-Sprecher Ralph Eder.

FIS-Renndirektor Markus Waldner bestätigte am Freitagabend, dass die betroffenen Fahrer im Riesenslalom am Samstag in Val d'Isere an den Start gehen dürfen.

Keine Proteste

Der DSV hatte seinen Läufern vor dem Rennen auf über 3000 Metern Sauerstoff verabreicht. Dies gilt laut Code der Welt-Doping-Agentur WADA seit 1. Januar 2018 nicht als Doping, widerspricht aber offenbar der Wettkampfordnung der FIS.

Einen Bericht des Portals skionline.ch über einen anonymen Protest gegen das DSV-Team dementierte Waldner jedoch. „Kein Team hat nach dem Riesenslalom in Beaver Creek einen Protest eingelegt“, sagte er.

Autor: sid/am

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