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Beat Feuz legte auf der Olympia-Piste eine rasante Fahrt hin. © APA/afp / JOE KLAMAR

Olympiasieg: Beat Feuz vergoldet seine Karriere

Nach der wetterbedingten Absage am Sonntag konnte die Olympia-Abfahrt der Männer am frühen Montagmorgen planmäßig durchgeführt werden. Wirklich nach Plan lief es in erster Linie für Beat Feuz! Die Südtiroler dagegen müssen eine Enttäuschung einstecken.

Von:
Alexander Foppa

Beat Feuz ist der neue Abfahrts-Olympiasieger! Das Schweizer Kraftpaket zauberte eine perfekte Fahrt in den eisigen Schnee von Yanqing, beherrschte die anspruchsvolle und spektakuläre Olympia-Piste mit einer beeindruckenden Leichtigkeit und schockte die Konkurrenz mit der Bestzeit von 1.42,69 Sekunden.


Der 34-jährige Feuz, der jüngst immer wieder sein baldiges Karriereende angedeutet hat, rundet durch diesen Sieg seine einzigartige Laufbahn ab. Der vierfache Abfahrtsweltcupsieger gewann 2017 den Abfahrts-Weltmeistertitel, holte zwei weitere WM-Bronzene und strich vor vier Jahren in Südkorea in Super-G und Abfahrt Silber bzw. Bronze ein. Jetzt ist sein Olympia-Medaillensatz komplett.

Ein Oldie überrascht alle
Im Siegerinterview konnte Feuz sein Glück kaum fassen: „In meinem Kopf läuft gerade meine ganze Karriere ab, mit allen Höhen und Tiefen. Das ist ein ganz besonderer Moment. Es war ein richtig schwieriges Rennen auf einer unbekannten Piste.“

Am gefährlichsten wurde Feuz an diesem Montag sensationell der französische Routinier Johan Clarey, der mit 41 Jahren sein absolutes Karriere-Highlight verbuchte. Er verwies Matthias Mayer auf den Bronze-Rang. Für den Österreicher ist dies das dritte Edelmetall bei Olympia, nachdem er 2014 (Abfahrt) und 2018 (Super-G) Gold errungen hatte.
Innerhofer out, Paris auf Platz 6
Ganz und gar nicht nach Wunsch verlief die Olympia-Abfahrt dagegen für Italiens Speed-Team. Der mit Startnummer 4 ins Rennen gegangene Christof Innerhofer kam bereits im oberen Streckenteil von der Linie ab und schied nach einem Torfehler aus.

Dominik Paris zeigte ein gute Fahrt, allerdings konnte er nicht allen das Wasser reichen. © ANSA / GUILLAUME HORCAJUELO


Anders als Innerhofer war Dominik Paris in den ersten Teilzeiten eine richtige Wucht. Lange war er sogar schneller als Feuz, doch mit Fortdauer seiner Fahrt büßte er kontinuierlich Zeit ein. Details in seiner Kurvenlage und der Linienwahl ließen Paris auf den sechsten Rang durchrutschen. Er kam mit einer halben Sekunde Rückstand auf den Goldmedaillengewinner ins Ziel und schwang kopfschüttelnd ab. Der Ultner bleibt somit weiter ohne Olympia-Medaille. Der dritte Azzurro im Bunde, der Römer Matteo Marsaglia, belegte den 15. Rang.

Eine weitere, letzte Chance haben Paris und Co. am Dienstag im Super-G. Heute gebührt das ganz große Rampenlicht nur einem: Beat Feuz.

Ergebnis Olympia-Abfahrt:
Pos.NameLandZeit
1.Beat FeuzSUI1.42,69 Minuten
2.Johan ClareyFRA+0,10 Sekunden
3.Matthias MayerAUT+0,16
4.James CrawfordCAN+0,23
5.Aleksander Aamodt KildeNOR+0,51
6.Dominik ParisITA/Ulten+0,52
7.Marco OdermattSUI+0,71
8.Vincent KriechmayrAUT+0,76
9.Max FranzAUT+0,83
10.Bostjan KlineSLO+1,06
...
15.Matteo MarsagliaITA+1,37

Out: Christof Innerhofer (ITA/Gais), Broderick Thompson (CAN), Dominik Schwaiger (GER)
Nicht gestartet: Kjetil Jansrud (NOR)

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