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Lindsey Vonn bricht in Tränen aus. © ANSA / ANDREA SOLERO

Skikanone: Die Tränen der Lindsey Vonn

Ein Franzose gibt ein Riesenversprechen für die Zukunft, Nadia Delago macht ein verheißungsvolles Debüt und Lindsey Vonns Tage sind gezählt: Die SportNews-Skikanone nach den Rennen in Cortina und Wengen.

Auf die schwarze Piste dürfen…

Lindsey Vonn: Okay, die Platzierungen bei ihrem Comeback (15, 9 und Ausfall) waren nicht der Rede wert. Trotzdem kommt man um Lindsey Vonn nach den Cortina-Rennen nicht herum: Nach dem Super-G brach sie im ORF-Interview in Tränen aus, sprach davon, dass dies ihre letzten Rennen waren. Ein Beweis dafür, wie sehr die Amerikanerin für ihren Sport, für ihre Karriere, fürs Skifahren lebt. Fix ist ihr sofortiger Rücktritt aber nicht: Im Interview sagte die völlig aufgelöste Vonn nämlich auch, dass sie sich alles noch einmal überlegen müsse. Wie sich die 82-malige Weltcupsiegerin tatsächlich entscheidet, werden die nächsten Tage zeigen. Fakt ist, dass dem Ski-Zirkus mit ihrem Abgang, egal ob jetzt oder nach Saisonende, eine ganz große Figur abhandenkommt. Eine Figur, die sich einen besseren Abschied als einen Ausfall in einem belanglosen Super-G-Rennen verdient hätte.

Clement Noel: Mit 21 Jahren hat der junge Franzose im Wengen-Slalom die Welt-Elite a la Hirscher und Feller hinter sich gelassen und seinen ersten Weltcupsieg gefeiert. „Skifahrerisch wahrscheinlich der schnellste Mann im Feld“, war der Kommentar des zweitplatzierten Manuel Feller, der mit einem weiteren Zitat andeutet, dass dem jungen Burschen (übrigens Olympia-Vierter in Pyeongchang) die Zukunft gehört: „Es ist keine Schande, Zweiter hinter ihm zu sein.“

Clement Noel feiert seinen ersten Weltcupsieg (Foto: Pentaphoto).


Nadia Delago: Die Wolkensteinerin hat ein turbulentes Wochenende hinter sich. Zuerst trumpfte sie im Europacup mit einem Sieg und einem zweiten Platz groß auf, dann durfte sie als Belohnung ihr Weltcup-Debüt im Super-G von Cortina geben. Dass die Grödnerin mit der Startnummer 57 auf Rang 32 fuhr und die Punkte nur um 20 Zehntelsekunden verpasste, zeigt, dass sie großes Potenzial hat – und es nur mehr eine Frage der Zeit ist, bis sie mit ihrer älteren Schwester Nicol regelmäßig um die bessere Platzierung auf der höchsten Ski-Bühne kämpfen wird.

Verpasste ihre ersten Weltcuppunkte nur knapp: Nadia Delago (Foto: Pentaphoto).


Ramona Siebenhofer: Ein Doppelpack auf der Tofana-Piste in Cortina – das ist an sich schon eine Herkulesleistung. Wenn dies dann auch noch die ersten beiden Weltcupsiege überhaupt sind, dann ist das Wochenende endgültig etwas Besonderes. So geschehen bei der Österreicherin Ramona Siebenhofer.

Auf den Übungslift müssen…

Lara Gut-Behrami: Was ist bloß mit der Schweizerin los? Gut-Behrami kommt heuer überhaupt nicht in Fahrt und erreichte in Cortina einen Form-Tiefpunkt: Die 24-malige Weltcupsiegerin landete in den Abfahrten zwei Mal auf Platz 23 und fiel im Super-G aus.

In einer Formkrise: Lara Gut-Behrami (Foto: Pentaphoto).


Südtiroler in Wengen: Wengen war für die Südtiroler Herren keine Reise wert. Im Slalom holte Manfred Mölgg als einziger heimischer Athlet Weltcuppunkte (er wurde 12.), in den Speed-Disziplinen blieb ein Angriff auf die vordersten Ränge ebenfalls aus. Das beste Ergebnis aus heimischer Sicht holte Riccardo Tonetti in der Kombi mit Platz acht. Schwamm drüber – denn an diesem Wochenende geht’s nach Kitzbühel. Und auf der Streif, das zeigte sich in Vergangenheit, sind die Südtiroler immer heiße Eisen.

Autor: det

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