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Norwegens Ski-Stars kämpfen gegen Mutter Natur. © Kjetil Jansrud / Social Media

Wenn selbst die Ski-Wikinger mit den Tränen kämpfen

Die norwegischen Ski-Profis werden gerne als knochenharte Wikinger bezeichnet. In der letzten Woche wurden Kjetil Jansrud & Co. aber auf eine enorm harte Probe gestellt, in der auch die eine oder andere Träne geflossen ist.

Eigentlich ist der Ski-Sport ein Einzelsport. Trotzdem herrscht im norwegischen Team ein Mannschaftsgefühl vor, das an eine eingeschworene Fußball- oder Eishockeytruppe erinnert. Kjetil Jansrud, Lucas Braathen & Co. pushen sich immer gegenseitig und freuen sich auch aufrichtig, wenn der Teamkollege ein gutes Resultat einfährt. Das macht die norwegischen Skifahrer so speziell – und auch erfolgreich.


Um dieses Einheitsgefühl noch mehr zu stärken, wurden die Ski-Stars einer besonderen Situation ausgesetzt, von der Youngster Lucas Braathen sagt: „Das war zweifelsohne die härteste, aber coolste Woche meines Lebens.“ Und Jansrud meinte: „Wir kämpften, weinten, und kämpften noch mehr.“ Was aber hat es mit dieser Geschichte auf sich?

Ein Bad im eiskalten Fjord
Die norwegischen Ski-Stars wurden eine Woche lang vom Kystjegerkommandoen, zu deutsch Küstenjägerkommando, getrimmt. Diese sind eine Spezialeinheit der norwegischen Marine und deshalb oft extremen Situationen ausgesetzt. Davon bekamen die Sportler nun einen Einblick. Wie das so ablief? Beispielsweise mit einem Gemeinschaftsbad in einem eisigen norwegischen Fjord. „Sie haben uns alleine ausgesetzt und wir mussten mit Mutter Natur zurechtkommen. Ich habe dieses Camp mit einem tieferen Verständnis verlassen, wie mentale und physische Extremsituationen am besten im Team gemeistert werden können.“

Kjetil Jansrud (links) & Co. haben harte Tage hinter sich.


Norwegens Skiverband schriebt: „Ziel des Besuchs war es, unsere Kultur durch einzigartige Erfahrungen sowie körperliche und geistige Herausforderungen weiterzuentwickeln. Das Team wurde vor viele schwierige Aufgaben gestellt und hat zahlreiche mentale Barrieren sowohl als Einzelpersonen als auch als Team durchbrochen.“ Bei Lucas Braathen hat das Trainingscamp jedenfalls Spuren hinterlassen: „Wir waren Jungs und sind nun Männer. Wir wurden als Team stärker als ich mir je hätte vorstellen können.“ Wenn das mal keine Ansage an die Konkurrenz ist…

Schlagwörter: Wintersport

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Kommentare (1)

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Hermann Zanier [melden]

gegen solche Klötze zu bestehn, ist fast unmöglich. Der Paris ist aber auch krin Krisperl, Achtung, und die dürren sind manchmal auch die zachsten

31.05.2021 12:55

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