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Andy Varallo und Rainer Senoner blicken zuversichtlich auf die Südtiroler Weltcup-Klassiker. © F. Planinschek

Zuschauer, Fan-Party und Preise: So planen Gröden und Alta Badia

In genau einem Monat ist Südtirol der Nabel des Alpinen Skiweltcups, dann gastiert die höchste Rennserie wieder in Gröden und Alta Badia. Jetzt präsentieren die Ausrichter ihre Ideen, wie sie selbst in Pandemie-Zeiten für einzige Sport-Highlights auf die Beine stellen wollen.

Zuerst schlagen traditionsgemäß die Speed-Spezialisten in Gröden ihre Zelte auf und tragen im Rahmen der 54. Saslong Classic einen Super-G (Freitag, 17. Dezember) und eine Abfahrt (Samstag, 18. Dezember) aus. Anschließend lassen es die Edeltechniker auf der Gran Risa in Alta Badia krachen, wo am Sonntag, 19. und Montag, 20. Dezember insgesamt zwei Riesentorläufe ausgetragen werden. Die Veranstalter der beiden Events haben am Donnerstag im Hotel Laurin in Bozen alle Neuigkeiten der Presse vorgestellt.


Die beiden Südtiroler Weltcup-Klassiker stehen heuer, wie der gesamte Wintersportsektor, unter dem Motto Re-Start. „Im vergangenen Jahr haben wir die Zuschauer in Gröden schmerzlich vermisst. Umso mehr freuen wir uns nun darüber, dass die Fans wieder an die Saslong zurückkehren dürfen. Sie machen das gesamte Event zu etwas ganz Besonderem, sie sind das Salz in der Suppe. Der Ticketverkauf ist bereits geöffnet und gut angelaufen. Aktuell dürfen wir unser Stadion zu 75 Prozent füllen und es gilt ein äußerst strenges Sicherheitskonzept“, unterstricht Rainer Senoner, Präsident des ausrichtenden Saslong Classic Club, im Rahmen des Medientermins am Donnerstag. Entlang der Strecke und im Zielgelände rechnet er an den Renntagen mit jeweils rund 7.500 Zuschauern.

7.500 Fans in Gröden, 800 in Alta Badia
In Alta Badia ist man diesbezüglich noch vorsichtiger, denn auf den beiden Tribünen werden zirka 800 Zuschauer Platz finden. „Dadurch können die Sicherheitsabstände eingehalten werden. Wir haben den Beginn des Ticketverkaufs vorerst auf Ende November verschoben und werden uns dann an die gegebenen Umstände anpassen“, betonte Andy Varallo, Präsident von Skiworldcup Alta Badia.

In Gröden wird die Rennwoche von zwei Trainingsläufen eingeläutet, die am Mittwoch, 15. und Donnerstag, 16. Dezember über die Bühne gehen werden. Das Rennspektakel wird mit dem Super-G am Freitag, 17. Dezember eröffnet, ehe mit der klassischen Abfahrt am Samstag, 18. Dezember der absolute Höhepunkt des Traditionsevents am Fuße des Langkofels folgt. Alle Trainings und Rennen beginnen jeweils um 11.45 Uhr. Wie im vergangenen Jahr darf sich jener Rennläufer, der in Gröden am meisten Weltcup-Punkte sammelt, über die Dolomites Val Gardena Südtirol Ski Trophy freuen. Dieser Sonderpreis ist mit einer originalgetreuen Holzbüste des Siegers, einem Geldpreis in Höhe von 5000 Euro und einem Kurzurlaub im Sommer in Gröden dotiert.

Diese Personen wickeln die Ski-Weltcups in Gröden und Alta Badia im Hintergrund ab. © F. Planinschek


In Alta Badia kommen heuer gleich zwei Riesentorläufe zur Austragung, und zwar am Sonntag, 19. und Montag, 20. Dezember. Der Grund liegt auf der Hand: Die Athleten sollen sich vorwiegend innerhalb ihrer Blasen bewegen, deshalb wurde in Alta Badia in diesem Jahr auf einen Slalom oder einen Parallelbewerb verzichtet. Der Start des ersten Durchgangs ist jeweils für 10 Uhr angesetzt, während die Entscheidung ab 13.30 Uhr fällt. Die Sieger auf einer der anspruchsvollsten Riesentorlaufstrecken der Welt dürfen ganz besondere Trophäen entgegennehmen, die vom Künstler Daniele Basso mit Unterstützung eines lokalen Handwerkers realisiert wurden.
„Wir werden die Startnummernausgabe und die Siegerehrung des Super-Gs öffentlich abhalten“ Rainer Senoner, Präsident des Saslong Classic Club

Auch abseits der Rennstrecke kommen die Fans auf ihre Kosten. „In Gröden werden wir heuer die Startnummernausgabe und die Siegerehrung des Super-Gs wieder öffentlich abhalten, und zwar auf dem St. Antonius-Platz in St. Ulrich – natürlich immer unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen“, sagte Senoner.

In Alta Badia werden die Startnummern zwar nicht öffentlich vergeben, dafür können alle Skibegeisterten am Montag, 20. Dezember an der SunRisa teilnehmen. „Ab 7.15 Uhr in der Früh sind die Pisten geöffnet, um den Sonnenaufgang zu genießen. Außerdem können sich alle Teilnehmer auf fünf Hütten mit einem ausgewogenen Frühstück stärken, das vom führenden Ernährungsexperten Fabbri zusammengestellt wird. Und ein Highlight ist natürlich jedes Jahr die Flugeinlage der Kunstfliegerstaffel Frecce Tricolori am Sonntagmittag“, ergänzte Varallo, der auch stolz von einer wesentlichen Neuigkeit im Sinne der Nachhaltigkeit berichtete. „Dank einer neuen Software in Bezug auf das Water Management können wir bei der Schneeproduktion für die Gran Risa genau berechnen, wieviel Wasser benötigt wird – um diese kostbare Ressource nicht sinnlos zu verschwenden.“


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