P Snowboard

Von links: Maria Gufler, Johanna Haas, Uwe Beier (FIS), Alexia Tschager, Georg Eisath, Andreas Obkircher, Peter Krogoll (FIS) und Werner Ranigler © pm

Carezza: 10. Ausgabe wird eine besondere Herausforderung

Es scheint, als wäre der 21. Dezember 2011 erst gestern gewesen, als der Snowboard Weltcup auf der Pra-Di-Tori-Piste sein Debüt feierte. Neun Jahre später ist das renommierte Wintersport-Event in der Dolomitenregion Carezza längst zu einem Fixpunkt geworden und aus dem internationalen Rennkalender der FIS nicht mehr wegzudenken. Die Veranstalter um OK-Chef Andreas Obkircher arbeiten bereits mit Hochdruck am Jubiläum: Die 10. Ausgabe wird am Donnerstag, 17. Dezember über die Bühne gehen.

Als der Südtiroler Lokalmatador Roland Fischnaller und die Kanadierin Caroline Calve den Parallel-Riesentorlauf am Fuße des Rosengartens für sich entschieden, ahnten an diesem 21. Dezember 2011 wohl nur die Wenigsten, dass dies die Geburtsstunde für ein Wintersport-Vorzeige-Event in Südtirol sein würde. Doch seitdem hat sich der Snowboard Weltcup in Carezza zu einer Fixgröße entwickelt, die die Topathleten, die Trainer und natürlich auch die Vertreter des Internationalen Skiverbandes FIS jedes Jahr aufs Neue begeistert. Diese Begeisterung unterstrich Renndirektor Uwe Beier erst kürzlich beim traditionellen Herbst-Treffen, dem auch dessen Assistent Peter Krogoll und das gesamte Organisationskomitee beiwohnten.


Im Rahmen dieses Treffens sprachen alle Beteiligten einige Punkte an, um die Rennen in Carezza noch attraktiver zu machen. Großen Wert legen die Veranstalter in dieser Hinsicht auf die TV-Produktion, damit die Fernsehbilder, die rund um den Globus ausgestrahlt werden, in diesem Jahr noch spektakulärer werden. Bestimmt hat das Meeting mit Covid-19 aber ein Thema, das seit Monaten auch die weltweite Nachrichtenlage dominiert. „Auf uns kommt ein erheblicher Mehraufwand zu, etwa die Einrichtung einer Covid-Teststation am Anreisetag der Delegationen oder ein größeres Zelt für Athleten und Betreuer, in dem sie sich zwischen den einzelnen Läufen aufwärmen können. Die Mannschaftsführerbesprechung werden wir im Vereinshaus abwickeln, damit wir mehr Platz haben. Unser Rahmenprogramm, das den Rennen einen familiären Charakter verliehen hat, werden wir hingegen auf das Wesentlichste reduzieren“, verrät Andreas Obkircher drei Monate vor dem Showdown auf der Pra-di-Tori-Piste.

Südtirols Weltcupveranstalter ziehen an einem Strang
Die Motivation in den Reihen des Organisationskomitees ist riesengroß. Die zehnte Ausgabe soll trotz der aktuellen Situation eine ganz besondere werden. „Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass wir unsere Jubiläumsausgabe unter „normalen„ Umständen durchführen können. Aber wir können es nun einmal nicht ändern und werden versuchen, das Beste daraus zu machen. So wie unsere Südtiroler Kollegen der anderen Weltcups in den Wintersportarten. Wir sind untereinander in engem Kontakt und werden genauso wie beispielsweise die Veranstalter in Gröden, Toblach oder Innichen alles daransetzen, dass die Rennen stattfinden können. Sie sind nicht nur für Südtirol als Tourismusdestination unverzichtbar – auch unsere kleinen lokalen Wirtschaftskreisläufe profitieren vom Weltcup ungemein“, so Obkircher weiter.

Der Renntag in Carezza ist heuer der Donnerstag, 17. Dezember. Nach der Qualifikation am Vormittag beginnen die packenden Finalläufe am frühen Nachmittag. Titelverteidiger auf der Pra-di-Tori-Piste sind der Slowene Tim Mastnak und die Südtirolerin Nadya Ochner. Die 27-jährige „Azzurra“ feierte in Carezza ihren bislang einzigen Weltcupsieg.

Autor: pm

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