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Edwin Coratti & Co. wollen auch am Karerpass für Furore sorgen. © hkMedia

12 Azzurri stehen in Carezza in den Startlöchern

Die heimischen Brettlfahrer können es kaum erwarten, dass der Weltcup am Donnerstag mit dem Parallel-Riesentorlauf am Karerpass fortgesetzt wird. Die Qualifikation auf der anspruchsvollen Pra-Di-Tori-Piste beginnt um 9 Uhr, die Final-Läufe im K.o.-System starten um 13 Uhr. Die Entscheidung wird live im Fernsehen von gleich mehreren TV-Sendern übertragen.

Auch der graue Himmel am Karerpass konnte die große Vorfreude der „Azzurri“ nicht trüben. Roland Fischnaller und Aaron March gehen mit dem Selbstvertrauen eines ersten und zweiten Platzes beim Weltcup-Auftakt in Cortina am vergangenen Samstag in den Parallel-Riesentorlauf am Fuße des Rosengartens.

„Ich hoffe, dass uns viele vom Wohnzimmer aus die Daumen drücken werden“
Roland Fischnaller

„Ich kenne die Pra-Di-Tori-Piste sehr gut“, sagte Fischnaller, „und gehe davon aus, dass die Schneebedingungen gut sind. Ich hoffe, dass ich eine ähnlich gute Leistung wie in Cortina bringen kann. Zwei Gondeln des Hubertus-Lifts sind ja bereits mit meinem Namen geschmückt, jetzt hoffe ich auf die dritte“, sagte er mit Blick auf seine zwei Weltcupsiege am Karerpass (2011 und 2014). „Dieses Jahr konnte noch kein Athlet die Piste ausprobieren, so sind nun mal diese besonderen Umstände. Wir müssen uns daran anpassen – und können das auch“, sagte Fischnaller, dem die Fans an der Piste fehlen. „Leider können die Zuschauer nicht hier sein, aber ich hoffe, dass uns viele vom Wohnzimmer aus die Daumen drücken werden. Die Organisatoren hier haben gute Arbeit geleistet.“
March: „Wieder ordentlich Gas geben“
Auch Aaron March freut sich auf das Rennen. „In Cortina bin ich sehr gut in die Saison gestartet. Hier beginnt jetzt alles von Neuem, es heißt wieder ordentlich Gas geben, denn es reicht nicht, sich auf der Leistung von Cortina auszuruhen. Ich kann es kaum erwarten, ins Rennen zu gehen und alles zu geben.“ Die „Azzurri“ verzichteten am Mittwoch aufs Schneetraining und absolvierten stattdessen eine Athletik-Einheit.

Fischnaller und March sind übrigens nicht die einzigen Rennläufer des italienischen Teams, die sich Hoffnungen auf Top-Resultate machen können. Mirko Felicetti (Trentino), Edwin Coratti (Graun) und Daniele Bargozza (Gröden) belegten in Cortina die Ränge vier, fünf und sechs und zählen beim zweiten Heimrennen ebenfalls zum engsten Favoritenkreis. Komplettiert wird die italienische Nationalmannschaft von den Athleten der B-Mannschaft Marc Hofer (St. Martin in Passeier), Fabian Lantschner (Bozen) und Gabriel Messner (Villnöß).
Ochner weiß, wie man am Karerpass gewinnt
Auch bei den Frauen ist die Vorfreude groß. „Gestern hatten wir in Petersberg eine Piste für uns allein, so konnte sich jeder ideal vorbereiten. Heute haben viele von uns einen freien Tag gehabt, um sich bestmöglich auf das morgige Rennen vorzubereiten“, erzählte Nadya Ochner. Die Burgstallerin weiß, wie man auf der Pra-Di-Tori-Piste gewinnt: 2018 feierte sie hier einen viel umjubelten Sieg. „Klar sind die Erinnerungen daran immer noch sehr schön, aber jetzt beginnt es wieder bei null. Ich fühle mich gut und bin bereit. Obwohl wir die Piste noch nicht getestet haben, verlasse ich mich auf die Organisatoren, die sicherlich ihr Bestes gegeben haben.“

In Cortina lief es für die 27-Jährige nicht so gut, sie schied bereits im Achtelfinale aus und musste sich beim Sieg der Tschechin Ester Ledecka mit Rang 15 begnügen. Besser war es in Cortina für Lucia Dalmasso gelaufen (13.). Komplettiert wird das „Azzurre“-Team von Jasmin Coratti (Graun) und Giulia Gaspari (Cortina). Für die vier geht es am Donnerstag ab 9 Uhr darum, sich für die K.o.-Duelle der besten 16 Läuferinnen zu qualifizieren. Ledecka wird in Carezza fehlen, denn sie ist am Wochenende beim Skiweltcup in Val d’Isere im Einsatz.

Die beiden Parallel-Riesentorläufe im Rahmen des Weltcups in Carezza müssen aufgrund der aktuell geltenden Sicherheitsbestimmungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Südtirols Snowboardfans können aber trotzdem hautnah dabei sein und die packenden Finalläufe ab 13 Uhr live auf Rai Sport oder Eurosport 2 verfolgen. Außerdem übertragen auch ORF Sport +, RTV Slowenien, das bulgarische Fernsehen BNT, die Equipe in Frankreich im Web, sowie das polnische Fernsehen POLSAT und der US-amerikanische Sender NBC im Web in Echtzeit. Zahlreiche andere TV-Stationen werden zeitversetzt in diversen Nachrichten- und Magazin-Formaten über die Rennen in Carezza berichten.
Snowboard-Weltcup in Carezza: Das Programm
Donnerstag:
9 Uhr: Qualifikationen
13 Uhr: Finalläufe


Autor: pm

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