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Roland Fischnaller hat den Gesamtweltcup gewonnen. © Miha Matavz Photography / Miha Matavz

Es ist vollbracht: Fischnaller holt die große Kugel

Diesen Tag wird Roland Fischnaller seinen Lebtag nicht vergessen: Am Sonntag, 1. März 2020 hat der 39-Jährige Parallel-Snowboarder erstmals in seiner Karriere den Gesamtweltcup gewonnen.

Es war der 1. März 1997, als Roland Fischnaller im zarten Alter von 16 Jahren sein Weltcup-Debüt gab. Auf den Tag genau 23 Jahre später feiert er nun den größten Erfolg seiner Karriere: Im kanadischen Blue Mountain konnte er es sich beim Parallel-Riesentorlauf am Sonntag auch leisten, bereits im Achtelfinale auszuscheiden, um am Ende des Tages trotzdem die Gewissheit zu haben, sich ab sofort Gesamtweltcupsieger nennen zu dürfen. Damit setzte er seiner Traumsaison die Krone auf: Bereits am vergangenen Wochenende hatte er erstmals die Riesentorlauf-Wertung gewonnen und sich so seine vierte Kristallkugel gesichert.

Den Bann gebrochen
2 Rennen vor Schluss ist Fischnaller die große Kugel also nicht mehr zu nehmen. Damit hat er auch einen Bann gebrochen: 5 Mal war er in Vergangenheit auf dem undankbaren zweiten Platz gelandet, nun darf er die Trophäe endlich zu sich mit nach Hause nehmen.

„Das ist der größte Erfolg meiner Karriere“, wird er auf der Webseite des italienischen Wintersportverbandes zitiert. „Diese Trophäe bedeutet sehr viel für mich. Am 1. März vor 23 Jahren habe ich nämlich mein Weltcupdebüt gemacht, heute hat zudem mein 3-jähriger Sohn Florian an seinem ersten Rennen teilgenommen. Es macht mich stolz, ein Resultat eingeheimst zu haben wie einst ein Vorbild a la Gustav Thöni.“

„Das ist der größte Erfolg meiner Karriere.“
Roland Fischnaller

Fischnaller, der heuer insgesamt 3 Siege feiern konnte und 2 weitere Male auf das Podest gerast ist, hat in den verbleibenden Weltcups in Livigno und Winterberg aber noch ein großes Ziel vor Augen: „Ich will auch die Slalom-Kugel. Andreas Promegger (zurzeit auf Platz 1) ist gut in Form. Aber in Livigno habe ich Heimvorteil.“
Coratti rast aufs Podest

Edwin Coratti landete auf Rang 3. © Pentaphoto


Während Fischnaller beim Rennen am Sonntag an 11. Stelle aufscheint, hat sich ein anderer Südtiroler ins Rampenlicht gespielt: Edwin Coratti ist nämlich auf Rang 3 gefahren. Der Vinschger Snowboarder holte somit seinen zweiten Podestplatz in dieser Saison, nachdem er das Rennen in Rogla Anfang Jänner für sich entscheiden konnte. Der Sieg ging in Blue Mountain an den Russen Dmitry Loginov, der sich im Finale gegen den Deutschen Stefan Baumeister durchsetzen konnte.


Parallel-Riesentorlauf in Blue Mountain (CAN)

Herren
Pos.NameLand
1.Dmitry LoginovRUS
2.Stefan BaumeisterGER
3.Edwin CorattiITA/Langtaufers
4.Robert BurnsUSA
5.Igor SluevRUS
11.Roland FischnallerITA/Villnöß
14.Mirco FelicettiITA
20.Maurizio BormoliniITA
27.Daniele BagozzaITA/St. Ulrich
38.Aaron MarchITA/Schabs

Damen
Pos.NameLand
1.Ramona Theresia HofmeisterGER
2.Sofia NadyrshinaRUS
3.Selina JörgGER
4.Sabine SchöffmannAUT
5.Milena BykovaRUS
21.Nadya OchnerITA/Burgstall

Autor: det

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