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Arnautovic jubelt nach seinem Tor. © POOL / DANIEL MIHAILESCU

Wegen Torjubel: Arnautovic droht eine Sperre

Dem österreichischen Fußball-Nationalspieler Marko Arnautovic droht nach seinem beleidigenden Torjubel im EM-Spiel gegen Nordmazedonien eine Sperre.

Die UEFA teilte am Dienstag mit, ein Ethik- und Disziplinarverfahren gegen den 32-Jährigen eingeleitet zu haben – schon im Spitzenspiel der Gruppe C am Donnerstag in den Niederlanden könnte Arnautovic fehlen. Dem Stürmer wird vorgeworfen, nach seinem Tor zum 3:1-Endstand während der Partie am Sonntag den mazedonischen Spieler Ezgjan Alioski beleidigt und dabei auch rassistische Äußerungen getätigt haben.


Der Verband Nordmazedoniens hatte am Montagabend bei Facebook mitgeteilt, ein Beschwerdeschreiben an die UEFA geschickt zu haben, in dem „die schärfste Strafe für den österreichischen Nationalspieler“ gefordert werde.

Arnautovic entschuldigt sich
Unmittelbar nach dem Tor am Sonntag war zu sehen gewesen, wie David Alaba, der Kapitän der Österreicher, versucht hatte, Arnautovic beim Jubeln den Mund zu zu halten. Der Stürmer hatte anschließend die Kritik an seinem Verhalten klar zurückgewiesen. „Ich bin kein Rassist und werde niemals einer sein“, hatte Arnautovic am Montag im Teamquartier im österreichischen Seefeld betont.

Bei Instagram fügte der frühere Bremer hinzu: „Es gab gestern ein paar hitzige Worte in der Emotion des Spiels, für die ich mich entschuldigen möchte – besonders bei meinen Freunden in Nordmazedonien und Albanien.“ Der Nordmazedonier Alioski hatte nach der Partie gesagt, Arnautovic habe sich schon unmittelbar nach dem Spiel bei ihm entschuldigt.
Schlimmstenfalls EM-Ausschluss
Unmittelbar nach der Partie hatte die UEFA noch keine Ermittlungen aufgenommen. Rassistische Äußerungen würden von der UEFA hart bestraft werden, im schlimmsten Fall könnte für Arnautovic die EM vorbei sein. Schon eine Sperre für das Niederlande-Spiel wäre für ihn bitter, hat er doch früher in der Ehrendivision für Twente Enschede gespielt.

Für die Österreicher wäre der Ausfall von Arnautovic eine deutliche Schwächung. Er wisse zwar nicht genau, was die Einleitung eines Verfahrens durch die UEFA genau bedeuten würde. „Aber natürlich wäre das ein extrem herber Verlust. Wir hoffen das Beste, er würde uns schon sehr fehlen“, sagte Österreichs Abwehrchef Martin Hinteregger am Dienstag in einer Online-Medienrunde im Trainingscamp in Seefeld.

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