a 1. Bundesliga

Ishak Belfodil (Mitte) und Hoffenheim spielen nur 1:1 © FIRO/SID

Hoffenheim mit „Aluminium-Abo“

„Schöne“ Bescherung wenige Stunden vor Heiligabend: Das Aluminium hat den Dreier unterm Weihnachtsbaum für Europacup-Anwärter TSG Hoffenheim verhindert.

Die Hoffenheimer kamen auch wegen dreier Pfosten - und eines Lattentreffers im letzten Bundesliga-Spiel des Jahres nicht über ein 1:1 (1:1) gegen den FSV Mainz 05 hinaus. Die TSG überwintert somit nur auf Platz sieben.

Kerem Demirbay (11.) traf für die Kraichgauer (25 Punkte), die seit zehn Partien ungeschlagen sind. Allerdings warten die Hoffenheimer, die im ersten Spiel des kommenden Jahres (18. Januar) auf Rekordmeister Bayern München treffen, seit acht Pflichtspielen auf einen Sieg. Jean-Philippe Mateta (16.) traf für den FSV (21 Zähler), der seit vier Partien nicht gewonnen hat.

Die 28.216 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena mussten nicht lange auf den ersten Treffer der Kraichgauer warten. Nach guter Vorarbeit von Stefan Posch und Steven Zuber schloss Demirbay überlegt ab.

Die Hoffenheimer, deren scheidender Trainer Julian Nagelsmann seinen Kader aufgrund des vorzeitigen Scheiterns in der Champions League im Winter verkleinern will, konnten sich allerdings nur kurz über die Führung freuen. Mateta nutzte eine zu kurze Abwehr von TSG-Kapitän und Abwehrchef Kevin Vogt zum Ausgleich.

Wolfsburg nach Sieg in Augsburg auf Europacupkurs

Der VfL Wolfsburg hat dem FC Augsburg das Weihnachtsfest verdorben und darf nach seinem beeindruckenden Schlussspurt in der Winterpause vom Europacup träumen. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia setzte sich in einem hart umkämpftem Bundesligaspiel bei den Schwaben 3:2 (2:0) durch und überwintert auf Rang fünf.

VfL-Kapitän Josuha Guilavogui (33.), William (41.) und Yannick Gerhardt (89.) schraubten das Punktekonto der Mannschaft der Stunde mit ihren Treffern auf 16 in den letzten sechs Begegnungen. Rani Khedira (49.) und der eingewechselte Sergio Cordova (58.) hatten zwischenzeitlich ausgeglichen.

Während die Niedersachsen an Heiligabend auf den dritten Auswärtssieg nacheinander anstoßen dürfen, sitzt der seit acht Spielen sieglose FCA mit großen Sorgen unterm Baum: Platz 15 bedeutet akute Abstiegsgefahr.

Vor 28.152 Zuschauern in der WWK Arena gehörten die ersten 20 Minuten dem FCA, für den Konstantinos Stafylidis erstmals seit 13 Monaten wieder auflief. Der Linksverteidiger ersetzte den wegen Sprunggelenksproblemen kurzfristig ausgefallenen Philipp Max. An der Marschroute von Coach Manuel Baum änderte dies nichts: Augsburg versuchte wie gewohnt, dem Gegner mit viel Laufarbeit und aggressivem Zweikampfverhalten den Schneid abzukaufen.

Wolfsburg zeigte sich davon zunächst beeindruckt und beging im Aufbau einige Fehler. Marco Richter (7.) und Alfred Finnbogason (13.) nutzten dies zu ersten Chancen. Doch bald riss der Faden beim FCA, weil sich der VfL zunehmend seiner Qualitäten im Offensivspiel besann und deutlich zielstrebiger agierte.

Wout Weghorst (28.) scheiterte noch am Pfosten, doch nach einer Ecke und der Verlängerung von John Anthony Brooks war Guilavogui per Abstauber zur Stelle - 0:1. Die Führung gab Wolfsburg Auftrieb, beim FCA dagegen zeigten sich ohne Abwehrchef Martin Hinteregger (Gehirnerschütterung) phasenweise Auflösungserscheinungen.

Torwart Andreas Luthe rettete gegen Daniel Ginczek (41.), war gegen Williams leicht abgefälschten Schuss aus 16 Metern aber machtlos. Robin Knoche (45.) hatte vor dem Seitenwechsel sogar das 0:3 auf dem Kopf.

In der Schlussphase waren beide Mannschaften weitgehend auf Sicherheit bedacht. Vor allem Wolfsburg tat zunächst zu wenig, um die Hausherren erneut in Verlegenheit zu bringen. Doch ein sehenswerter Konter, eingeleitet durch einen präzisen Abschlag von Torwart Koen Casteels, brachte doch noch den Gästesieg.

Autor: sid

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