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Stefan Oberheinricher war eine tragende Figur des Brunecker Aufstiegs Philipp Rainer erzielte 17 Saiontreffer

Die Brunecker sind wieder daheim

Seit nunmehr schon fünf Jahren dümpelt Bruneck in den Gewässern der 1. Amateurliga herum. Nun ist damit aber Schluss: Mit dem souveränen Meistertitel in der B-Staffel machte der Traditionsklub seine Rückkehr in die Landesliga und somit in seinen natürlichen Lebensraum perfekt. Große Änderungen hat der altbekannte Neuling in der höchsten provinzialen Liga aber keine vorgenommen.

Es gibt nicht viele Vereine in Südtirol, die auf eine so lange Tradition zurückblicken können wie der Klub aus dem Pusterer Städtchen. Die Anfänge erlebte Bruneck schon in den 1930ern, der Höhepunkt folgte Mitte der 80er Jahre, als man eine Meisterschaft in der heutigen Serie D bestritt. Ex-Profis wie Klaus oder Thomas Bachlechner entstammen der Pusterer Talentschmiede. Und in der ewigen Landesligatabelle belegt Bruneck bei 12 Saisonen den respektablen 10. Rang.

In den letzten Jahren waren für die Kicker aus dem Pustertal aber extreme Achterbahnfahrten angesagt. Von 2006 bis 2011 brachte Bruneck nämlich das Kunststück zusammen, drei Mal in Folge von der Landesliga abzusteigen. Zwei Mal reichte es zum sofortigen Wiederaufstieg – beim dritten Mal, also 2011, blieb die Retourkutsche aus. Seitdem ist der Brunecker Alltag vom Dasein in der 1. Amateurliga geprägt. Bedingt nicht zuletzt auch durch den stadtinternen Konkurrenten St. Georgen, der in jüngster Vergangenheit zu einem der erfolgreichsten Klubs in der Region avancierte und den großen Bruder auf der Pusterer Fußballbühne etwas ins Abseits drängte.


Kollektive Stärke und zwei „Bomben“ im Sturm

Die Rückkehr in die höchste Liga der Provinz schmeckt den Bruneckern folglich sehr gut – und ist nebenbei auch hochverdient. Denn obwohl den Pusterern in Vergangenheit immer wieder die Favoritenrolle zugeschrieben wurde, konnte man das eigene Potential erst heuer so richtig zur Geltung bringen. „Das Kollektiv“, so Präsident Andreas Oberleiter, „hat dabei überzeugt.“ Auch wenn man mit Philipp Rainer (17 Tore) und Philipp Bachlechner (11 Tore) zwei „Granaten“ im Sturm hatte, die essenziell für den Erfolg waren. Genauso wie Mittelfelddenker- und LenkerStefan Oberheinricher und Abwehrrecke Alex Niederkofler, die dem Teammit ihrer Klasse und Erfahrung ebenfalls einen Qualitätsschub verpassten.

Mit einem Respektabstand von 12 Punkten auf den Zweitplatzierten Vahrn holte sich Bruneck den Meistertitel in der B-Staffel der 1. Amateurliga. Viel verändern wollen die Brunecker künftig aber nicht. Ein Großteil des Kaders wurde bestätigt, nur Stefan Gasser, Martin Knoll und Michael Hitthaler tragen künftig nicht mehr das Trikot der Pusterer. Dafür wurden mit Matthias Elzenbaumer von Latzfons Verdings und Hannes Steger von Natz zwei erfahrene Akteure in die 16.000-Einwohner-Stadt gelotst. Verstärkt wird der Kader zudem noch von Markus Agstner (Gais) und Thomas Steurer.


Aufzugssaison? Bitte nicht

Eine Aufzugssaison mit Ziel minus erster Stock, also so, wie es in jüngster Vergangenheit oft üblich war, soll es ab 4. September natürlich nicht mehr werden. Bruneck will sich im provinzialen Fußballoberhaus wieder etablieren. So lautet das Credo.


Thomas Debelyak, Sportnews

Autor: sportnews

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