a Serie A

Der Bozner Emanuele Zuelli im Dress von Chievo Verona.

Emanuele Zuelli feiert Debüt mit Tor in Primavera-Mannschaft

Nicht viel besser hätte das Fußball-Jahr 2018 für den Bozner Emanuele Zuelli starten können, wie der Nachwuchskicker im Interview bestätigt.

Eigentlich für die U17 von Chievo Verona vorgesehen, wurde der 16-Jährigevom ehemaligen FC-Südtirol-Trainer Lorenzo D'Anna in die Primavera-Mannschaft einberufen und sorgte dort im ersten Spiel gleich für den entscheidenden Treffer.

20 Minuten vor Schluss entschied Chievo-Trainer LorenzoD'Anna am Samstagbeim Stand von 2:1 für Udinese, Emanuele Zuelli auf das Spielfeld zu schicken. Obwohlder ehemalige Jugendspieler des FC Südtirol bereits die gesamte Woche mit der Primavera-Mannschaft trainiert hat, war dies eine kleine Überraschung. Das Vertrauen, das Trainer D'Anna dem Südtiroler schenkte, zahlte er ihm mit dem entscheidenden Treffer zum 3:2 für Chievo zurück. Sein Mitspieler Musa Juwara glich zuerst zum 2:2 aus, ehe er auch den entscheidenden Pass zu Zuelli spielte.

"SportNews":Wo hast du begonnen Fußball zu spielen?
EmanueleZuelli: Begonnen habe ich beim FC Bozen 96. Danach wechselte ich zum FC Südtirol. Die letzte Mannschaft vor Chievo Verona war aber der FC Gröden. Fußball war für mich schon immer eine Möglichkeit, unter Freunden zu sein, und war in meinem Leben schon immer etwas Wichtiges.

"SN":Als du zu Chievo kamst, wie hast du den Sprung zu einem Serie-A-Verein erlebt?
Zuelli: Das erste Training bei Chievo machte ich am 13. Jänner 2014, also fast genau vor vier Jahren. Ich fühlte mich gleich wie zuhause und hatte das Gefühl, dass ich bei diesem Verein bleiben muss. Ein großer Unterschied war aber derEinsatz, den ich auf dem Feld und auch außerhalb zeigen musste. Das erste Jahr bin ich noch für jedes Training und jedes Spielnach Verona gefahren. Gegessen wurde entweder im Zug, im Auto oder im Bus. Das war nicht immer einfach, aber trotzdem schön. Jetzt wohne ich seit drei Jahren in Verona in einem Heim. Dort habe ich Freunde gefunden, die fast wie eine Familie sind. Diese helfen mir, damit ich mich weiterentwickle.

"SN":
Welche bleibendenEindrücke hast du vom bisherigen Fußball-Leben?
Zuelli: Das erste Jahr habe ich wenig wenig gespielt. Jetzt bin ich Stammspieler. Schöne Erinnerungen habe ich viele. Ich durfte ein Turnier in Mailand im San-Siro-Stadion spielen, gegen die Jugendmannschaft vonReal Madrid auflaufen und habe gegen die Gleichaltrigen von Arsenal London ein Tor geschossen. Etwas Besonderes war die Einberufung des Trainers in die Mannschaft, um ein Turnier außerhalb von Verona zu bestreiten. In diesem Turnier erzielte ich einen Treffer gegen Fiorentina. Ab diesem Moment war ich bei Chievo angekommen.

"SN": Du wirst im Mittelfeld auf vielen Positionen eingesetzt.Gibt eseine Lieblingsposition?
Zuelli: Eine meiner großen Stärken ist sicherlich die Spielübersicht. Das haben mir bis heute alle Trainer bescheinigt. Vielleicht auch deshalb, weil es mir besser gefällt, einen entscheidenden Pass zu einem Mitspieler zu spielen, als selbst ein Tor zu erzielen. An der Technik arbeite ich schon seit Jahren sehr intensiv, vor allem mit meinem schwächeren, dem linken Fuß. Auch schon in Bozen habe ich viele Stunden einzeln mit Trainern gearbeitet.

"SN":Was erwartest du dir jetzt von der zweiten Saisonhälfte?
Zuelli:Ich bin bereit für Chievo. Bis vor kurzem war ein Einsatz in der Primavera-Mannschaft noch ein Traum. Ich hoffe, dass ich in Zukunft dem Verein, wenn und wo auch immerer mich braucht, sehr nützlich sein darf und kann. Wichtig ist, immer bereit zu sein und, wenn es möglich ist, den Unterschied auszumachen. Klarerweise war das erste Spiel mit der Primavera-Mannschaft etwas Besonderes.

SN/Christian Morandell

Autor: sportnews

Kommentare ( ... )

Sie müssen sich anmelden, um die Kommentarfunktion zu nutzen..