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Möchte den internationalen Fußball weiter erneuern: Aleksander Ceferin. © UEFA / RICHARD JUILLIART

Auswärtstorregel im Europapokal soll weg

Schon seit Jahren wird über den Sinn der Auswärtstorregel im Europapokal diskutiert. Besonders durch das Fehlen der Fans in den vergangenen Spielzeiten schien die Regel veraltet zu sein. Nun will ein UEFA-Gremium das ändern. Auch über die Einführung eines Finalturniers in der Champions League soll gesprochen werden.

Die Abschaffung der Auswärtstorregel im Europapokal rückt näher, die Einführung eines Finalturniers für die Champions League wird zumindest diskutiert. Nach Abschluss der Saison 2020/21 richten die Funktionäre der Europäischen Fußball-Union den Blick in die Zukunft. In fremden Stadien erzielte Tore sollen nicht stärker gewichtet werden als die in der eigenen Arena geschossenen Treffer.


Wie zuvor auch die britische „Times“ berichtete, hat die UEFA-Kommission für Clubwettbewerbe eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. Über eine endgültige Regeländerung muss das Exekutivkomitee des Kontinentalverbands bei seiner nächsten Sitzung entscheiden. Das Exko, wird in diesem Jahr noch mehrfach tagen.

Diese Regel werde mittlerweile von zahlreichen Top-Funktionären kritisch gesehen, schrieb die „Times“. Auch neutrale Spielorte oder Partien ohne Zuschauer während der Coronavirus-Pandemie haben demnach zu der Erkenntnis geführt, dass die Regel überholt sei.

Ceferin setzt sich für Finalturnier ein
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin machte sich am Wochenende derweil für eine neue Finalwoche mit den vier Halbfinalisten der Königsklasse stark. „Das könnte großartig sein. Und effizient mit Blick auf die Einnahmen, wenn es richtig gemacht wird“, sagte der 53-Jährige der französischen Sport-Tageszeitung „L'Équipe“ (Samstag). „Wir diskutieren es, aber es ist noch nichts entschieden.“

Der vorgeschlagene Modus würde dabei anders ablaufen wie der bisherige. Anstelle der Hin- und Rückspiele in den eigenen Stadien der jeweiligen Vereine, würde das Final Four an einem einzigen Ort stattfinden. Dies könnte ein „fantastisches Event“ mit einer Woche Fußball sein, sagte Ceferin zu den Vorteilen. Angelehnt ist das Projekt an die Finalrunde der Champions League in der vergangenen Saison. Laut Ceferin gebe es in dieser Hinsicht aber keine Dringlichkeit. Es bleibt zu klären, inwiefern die Klubs an einem derartigen Modus interessiert sind. Durch die Verlegung der Spiele würden die Vereine Heimspiele und damit verbundene Einnahmen verlieren.

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