a Champions League

Abschlusstraining von Tottenham in Madrid © AP / Armando Franca

Das Finale um die Krone

Das verlorene Finale 2018. Der zweite Platz in der englischen Meisterschaft. Der FC Liverpool und sein Trainer Jürgen Klopp waren schon mehrfach dicht dran am ganz großen Erfolg. Am Samstag wollen sie gegen Tottenham endlich die Champions League gewinnen.

Jürgen Klopp war schon einen Tag vor dem Champions-League-Endspiel in Hochform. Ein Witz hier, eine schlagfertige Antwort da: Der deutsche Trainer des FC Liverpool begegnete der großen Anspannung vor dem Finale gegen Tottenham Hotspur auf seine Art. Dabei geht es am Samstag (21.00 Uhr) im Stadion Wanda Metropolitano in Madrid um die vermeintliche Krönung einer außergewöhnlichen Karriere. Denn dieser Abend soll Klopp und seinem bislang noch unvollendeten Hochgeschwindigkeits-Team endlich den langersehnten großen Titel bescheren.

Bei der Pressekonferenz am Freitag wurde Klopp erneut mit den mittlerweile sechs Endspielen konfrontiert, die er mit Liverpool und Dortmund nacheinander in diversen Wettbewerben verlor. Der Konter darauf war ein typischer Klopp: „Seit 2012 war ich fast jedes Jahr mit meinen Teams in einem Finale. Vielleicht bin sogar ich Weltrekord-Halter im Gewinnen von Halbfinals“, sagte er. Doch das allein reicht auch ihm nicht mehr aus. „Wir wollen den Pokal gewinnen, deshalb sind wir hier.“

So wird gespielt


Anders als vor einem Jahr gegen Real Madrid (1:3), spricht diesmal tatsächlich viel für Liverpool. Die „Reds“ haben schon zweimal in der Premier League mit 2:1 gegen Tottenham gewonnen, sie haben in Virgil van Dijk oder Mohamed Salah die vermeintlich besseren Spieler, und sie haben auf dem Weg in dieses Finale mit Paris Saint-Germain, Bayern München und dem FC Barcelona die noch größeren Namen ausgeschaltet.

Das Problem ist nur, dass sich der Endspiel-Gegner Tottenham schon die gesamte Champions-League-Saison über nicht um solche Vergleiche und vermeintlichen Kräfteverhältnisse schert. Die „Spurs“ standen schon vor ihren beiden letzten Vorrunden-Spielen gegen Inter Mailand und dem FC Barcelona kurz vor dem Aus, sie warfen danach Borussia Dortmund und den englischen Meister Manchester City aus dem Wettbewerb und machten in einem spektakulären Halbfinal-Rückspiel bei Ajax Amsterdam aus einem 0:2-Rückstand noch einen 3:2-Sieg.

„Ich habe keine Angst vor dem FC Liverpool oder irgendeiner anderen Mannschaft auf der Welt. Sie haben auch nur elf Spieler auf dem Feld“, sagte Tottenhams französischer Nationalspieler Moussa Sissoko. „Wegen dieses Glaubens sind wir hier. Wir wissen, dass wir jeden Gegner schlagen können.“ Gerade rechtzeitig zu diesem Finale ist mit Englands Nationalmannschafts-Kapitän Harry Kane auch der Stürmerstar der „Spurs“ nach einer Knöchelverletzung wieder fit geworden.

Autor: zor

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