a Champions League

Liverpool-Trainer Jürgen Klopp hat vor dem Bayern-Match einige Personalsorgen. © APA/afp / LINDSEY PARNABY

Liverpool gegen Bayern: Wer schwächelt weniger?

Wenn der FC Bayern im Achtelfinale der Königsklasse am Dienstagabend in der Anfield Road von Liverpool auftritt, dann werden die Münchner auf dem Spielfeld einige Fragen beantworten. Allen voran diese: Sind die Bayern heuer gut genug, um in der Champions League eine Rolle zu spielen?

Seit Niko Kovac im Sommer das Traineramt bei den Bayern übernommen hat, blickt die Fußballwelt kritisch in die bayrische Hauptstadt. Der Kroate, mit seinem Ex-Klub Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal erfolgreich, wurde von Beginn an kritisch beäugt. Zum einen war da sein Wechsel-Wirrwarr mit einigen seltsamen Aussagen, als er noch in Frankfurt war. Zum anderen übernahm Kovac den Job von einem extrem beliebten – und auch erfolgreichen – Vorgänger Jupp Heynckes. Über allem stand aber stets die Frage: Ist Kovac stark genug um einen der größten und polarisierendsten Vereine der Welt zu trainieren?

Bayern-Defensive nicht sattelfest

Auch nach einem halben Jahr in München ist diese Frage noch nicht ganz zu beantworten. In der Meisterschaft ist der FC Bayern noch im Rennen, auch wenn die Dominanz der letzten Jahre von Dortmund gebrochen wurde. In den wenigen Spitzenspielen der aktuellen Saison, wie in der Meisterschaft bei der 2:3-Pleite gegen den BVB, konnten die Bayern kaum überzeugen. Zuletzt schwächelte die Abwehr, seit sechs Spielen hat der Rekordmeister nicht mehr „zu Null“ gespielt.

Manuel Neuer beim Abschlusstraining am Montag in Liverpool. © APA/afp / CHRISTOF STACHE

In der Königsklasse hatte Bayern bisher kein richtiges Kaliber vor der Brust, die beiden Spiele in der Gruppenphase gegen den stärksten Gegner gegen Ajax konnte man aber nicht gewinnen (1:1 und 3:3).

Liverpool nicht gut in Form und mit Personalsorgen

Und so wartet am Dienstag der Härtetest in der Anfield Road. Die Englänger schwächelten zuletzt aber gewaltig, verspielten in der Liga einen Sieben-Punkte-Vorsprung auf Manchester City. So locker und leicht wie das Team von Jürgen Klopp im Herbst aufgetreten ist, spielt Liverpool zurzeit nicht mehr. Zudem fehlt am Dienstagabend mit Virgil van Dijk der Abwehrchef, auch Dejan Lovren (ebenfalls Abwehr) und Gregorino Wijnaldum sind fraglich.

Andrew Robertson, Abwehrspieler von Liverpool. © APA/afp / LINDSEY PARNABY


Trotzdem: Für die Bayern sind die „Reds“ ein harter Brocken. Vor allem weil der Spielstil von Liverpool die Schwächen der Münchner gnadenlos aufdecken könnte. Schnelles Angriffsspiel mit vielen direkten Gegenstößen – mit solchen Gegnern hatten die Bayern regelmäßig Probleme. Zuletzt brachte sogar Augsburg die „Roten“ aus München damit an den Rande einer Niederlage.

Auf der anderen Seite verfügen die Bayern nach wie vor über große Qualität. Gelingt es Kovac dem FC Liverpool etwas Wind aus den Segeln zu nehmen, dann ist ein Weiterkommen alles andere als unvorstellbar. Denn eines haben die Bayern oft genug bewiesen: Wenn es darauf ankommt, dann sind sie da.

Champions League: Die Spiele vom Dienstag

21 Uhr

FC Liverpool – FC Bayern München
Olympique Lyon – FC Barcelona

Autor: cst

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