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Tottenham-Spielmacher Christian Eriksen & Co. haben Borussia Dortmund zu Gast. © APA/afp / GLYN KIRK

Spurs und BVB eröffnen englisch-deutsches Duell

Nachdem Roma und Paris Saint Germain am Dienstag den Grundstein für den Viertelfinaleinzug gelegt haben (SportNews berichtete), stehen sich heute Abend Tottenham und Dortmund bzw. Ajax und Real in der ersten K.o.-Runde der Königsklasse gegenüber.

Ausgerechnet im Londoner Wembley-Stadion steigt der Auftakt der Fußball-Champions-League-Duelle zwischen England und Deutschland. Tottenham empfängt heute (21 Uhr) im Achtelfinale den deutschen Tabellenführer Borussia Dortmund. Nächste Woche folgen die Hinspiele zwischen Liverpool und Bayern München bzw. Schalke 04 und Manchester City.

In Wembley hatte England 1966 mit einem Finalsieg über Deutschland seinen bisher einzigen WM-Titel geholt, 1996 revanchierten sich die Deutschen dort mit einem Triumph im EM-Halbfinale. Dortmund hat keine guten Erinnerungen an das Stadion. 2013 ging dort das Champions-League-Finale gegen Bayern München mit verloren, 2017 unterlag man Tottenham in der Gruppenphase.

Die Superstars Reus und Kane fehlen

Diesmal müssen die Dortmunder in London nicht nur auf Stürmer Paco Alcacer, sondern auch auf Schlüsselspieler Marco Reus verzichten. Der Offensivstar laboriert weiter an einer Oberschenkelverletzung. Ohne den Kapitän gab Dortmund am Samstag in der Liga eine 3:0-Führung gegen Hoffenheim aus der Hand, der Vorsprung auf Titelverteidiger Bayern München schmolz auf fünf Punkte. „Wir werden sein Fehlen kompensieren“, versprach Sebastian Kehl, der Leiter von Dortmunds Lizenzspielerabteilung.

Rein statistisch betrachtet ist Tottenham im Vorteil. In bisher 90 Europacup-K.o.-Duellen mit deutschen Clubs behielten englische Vertreter 57-mal die Oberhand. Allerdings müssen auch die „Spurs“ auf ihr größtes Offensivass verzichten. Harry Kane macht nach seinem Bänderriss im Sprunggelenk zwar große Fortschritte, ein Einsatz kommt aber noch deutlich zu früh.

Trainer Santiago Solari hat Real neues Leben eingehaucht. © APA/afp / EMMANUEL DUNAND

Klarer ist die Favoritenrolle im zweiten Achtelfinale verteilt, das am Mittwoch startet. Ajax empfängt Real Madrid, das vom vierten CL-Triumph in Serie träumt. „Wenn es um Real Madrid geht, ist nichts unmöglich“, meinte Trainer Santiago Solari. Wenn man sich die Geschichte anschaue, sei Real gegen Ajax der Favorit. „Das betrifft nicht nur unsere gute Form im Moment.“

Unter dem Argentinier, Ende Oktober nach der Ablöse von Julen Lopetegui als Interimscoach installiert, haben die Königlichen einen Aufschwung hinter sich. Durch ein 3:1 im Stadtduell mit Atletico kletterte der Rekordmeister in der Liga am Wochenende auf Rang zwei. „Wir sind sehr zufrieden, in einer so guten Form zu sein“, betonte Solari. „Das gibt uns Selbstvertrauen.“

Bei Ajax brodelt es es

Ajax dagegen manövrierte sich in den vergangenen Wochen in eine kleine Krise. Seit der Winterpause holten die Amsterdamer in vier Ligaspielen nur vier Punkte. Zwei der vergangenen drei Partien gingen verloren. Negativer Höhepunkt waren Streitigkeiten innerhalb der jungen Mannschaft am Samstag beim 0:1 bei Heracles.

Neben dem Spiel und den Nerven verlor Ajax in Almelo auch Jungstar Frenkie de Jong. Der 21-jährige Mittelfeldspieler, der zu Saisonende für 86 Mio. Euro zu Reals Erzrivalen FC Barcelona wechselt, ist mit einer Adduktorenverletzung für das Real-Hinspiel fraglich. Dazu kämpft auch der argentinische Teamspieler Nicolas Taglafico mit Knieproblemen. Bei Real stehen mit Ausnahme von Isco alle Topstars zur Verfügung.

Autor: fop

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