a Europa League

Die Freude nach dem entscheidenden Elfmeter war groß. © APA/afp / MICHAEL SOHN

Nach 22 Elfmetern – Villareal gewinnt Europa League

Ein denkwürdiges Elfmeterschießen hievt Villareal auf den kleinen Thron Europas. Nach 120 wenig unterhaltsamen Minuten müssen zunächst alle Spieler zum Elfmeterschießen antreten, ehe die Entscheidung fällt.

Von Anfang an gab Manchester United den Ton an. Villareal stand tief und musste sich gegen den steten Druck seitens der Red Devils verteidigen. Trotz der Dominanz konnte sich Manchester kaum vor dem gegnerischen Tor in Szene setzen, eine klare Chance blieb aus. Die Spanier waren bemüht sich aus der Umklammerung zu befreien, kamen aber in den ersten zwanzig Minuten nicht über harmlose Standardsituationen hinaus.


In der 29. Minute war es dann aber so weit. Parejo hebt einen ruhenden Ball aus halblinker Mittelfeldposition in den Strafraum von ManUnited, Gerard bahnt sich seinen Weg durch die gegnerischen Abwehrspieler und schiebt die Kugel aus sechs Metern rein. Der Außenseiter führt – die englische Dominanz war umsonst.

Nach dem Führungstor der Spanier bot sich erneut dasselbe Bild. Manchester erhöhte den Druck, Villareal stand nun noch tiefer in der eigenen Hälfte und wartete darauf schnell umschalten zu können. Zwischenzeitlich betrug der Ballbesitz von ManUnited rund 65 Prozent, Ertragreiches kam dabei aber immer noch nicht rüber. Mason Greenwood sorgte durch seinen abgefälschten Torschuss zumindest für ein bisschen Gefahr vor der Pause.

Cavani gleicht aus – Villareal mit Nadelstichen
Auch zu Beginn der zweiten Hälfte fehlte es Manchester an Durchschlagskraft, die Offensive um Bruno Fernandes zeigte sich überraschend ideenlos. Letzten Endes war es wie bei der Führung Villareals eine Standardsituation, die den Vizemeister der Premier League wieder zurück ins Spiel brachte. Nach einer bereits geklärten Ecke kommt Marcus Rashford zum Schuss aus der zweiten Reihe. Dieser fällt Edinson Cavani vor die Füße, der den Ball nur noch aus kurzer Distanz über die Linie drücken muss.

Das Tor zum Ausgleich durch Edinson Cavani. © APA/afp / ADAM WARZAWA


Daraufhin blieb Manchester am Drücker und drängte auf den Führungstreffer. Nach einigen guten Möglichkeiten fiel es der Mannschaft von Ole Gunnar Solskjaer aber erneut schwer, die spielerische Überlegenheit auszunutzen. In der Folge kam es zu mehreren Nadelstichen Villareals, die aber größtenteils ebenso ungefährlich blieben.

Gegen Ende der zweiten Hälfte bäumte sich ManUnited erneut auf und gab zu verstehen, wie wenig Lust sie auf eine eventuelle Verlängerung haben. Auffälligste Spieler waren dabei Marcus Rashford und Paul Pogba, die sich in jeden Ball, in jeden Zweikampf reinwarfen. Doch auch dieser Einsatz änderte am Ergebnis nichts, weshalb es nach der dreiminütigen Nachspielzeit in die Verlängerung ging.
Verlängerung bleibt ereignislos – Rulli wird zum Helden
In beiden Hälften der Verlängerung ließ sich auch Manchester United phasenweise fallen. Dies bot Villareal zwar Platz zum Angreifen, doch auch dieser blieb weitestgehend ungenutzt. Beide Mannschaften blieben für die zusätzlichen dreißig Minuten harmlos, Großchancen gab es keine. Es kam also zur Entscheidungsfindung vom Punkt in einem ereignisarmen Endspiel.

Das Elfmeterschießen entwickelte sich zu einer regelrechten Zerreißprobe. Alle zwanzig Feldspieler konnten ihre Elfmeter verwandeln. Dies bedeutete, dass sich die beiden Tormänner noch gegenüber stehen mussten. Zunächst lässt Rulli bei seinem Versuch De Gea keine Chance, ehe der Torhüter von Villareal den Elfer von de Gea pariert und somit endgültig zum Helden avanciert. Die Europa League ist für Villareal gleichzeitig der erste große Titel der Vereinsgeschichte.

Die entscheidende Parade von Geronimo Rulli. © APA/afp / ALEKSANDRA SZMIGIEL

Finale der Europa League

Villareal – Manchester United 1:1 (11:10 n.E.)

1:0 Gerard (29.), 1:1 Cavani (55.); Rulli pariert entscheidenden Elfmeter von de Gea

Schlagwörter: Fussball

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