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Mit 6 Treffern WM-Torschützenkönigin: Megan Rapinoe. © APA/afp / FRANCK FIFE

Superstar Rapinoe führt US-Girls zum Weltmeistertitel

Angeführt von Megan Rapinoe sind die Fußballerinnen aus den USA am frühen Sonntagabend zum 4. Stern gestürmt.

Der Rekordweltmeister besiegte im WM-Finale in Lyon den Europameister und Italien-Besieger Niederlande verdient mit 2:0 und untermauerte mit dem nächsten Triumph nach 1991, 1999 und 2015 seine Dominanz.

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte brachte Kapitänin Rapinoe die Golden Girls per Foulelfmeter (61.) auf Kurs, Rose Lavelle (69.) legte nach. Die Niederländerinnen verpassten zwei Jahre nach dem EM-Triumph im eigenen Land die nächste Sensation.

Grenzenloser US-Jubel vor den vielen Oranje-Fans. © APA/afp / PHILIPPE DESMAZES


Vor 57.900 Zuschauern im Stade de Lyon kehrte Rapinoe (Oberschenkelprobleme) nach ihrer Zwangspause im Halbfinale gegen England (2:1) als Spielführerin in die US-Startelf zurück. Wie gewohnt machte die 34 Jahre alte Trump-Kritikerin Alarm über den linken Flügel. Die Oranjeleeuwinnen hielten vor den Augen von König Willem-Alexander mit Kompaktheit dagegen und setzten auf ihre Zweikampfstärke sowie blitzschnelles Umschaltspiel. Anders als in den sechs vorherigen Turnierspielen kamen die torhungrigen US-Girls so nicht zu einem Treffer in den ersten zwölf Spielminuten.
Amerikanerinnen haben längeren Atem
Der Favorit bestimmte das Spielgeschehen, benötigte jedoch einen Rapinoe-Eckball für die erste gute Torchance. Die aber vereitelte die niederländische Torhüterin Sari van Veenendaal, indem sie den wuchtigen Nachschuss von Mittelfeldspielerin Julie Ertz (28.) entschärfte. Die aufmerksame Oranje-Keeperin bewahrte ihr Team mit zwei weiteren Paraden gegen Star-Stürmerin Alex Morgan (38./40.) vor dem Rückstand, als die USA das Tempo verschärften. Doch die Niederländerinnen hielten dem Druck stand und schafften es ohne Gegentor in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel kam die langjährige Frankfurterin Ali Krieger für Kelley O'Hara in die Begegnung. Die US-Rechtsverteidigerin konnte nach einem harten Kopf-Zusammenprall mit Ex-Weltfußballerin Lieke Martens nicht weiterspielen.

Die Niederländerinnen waren am Boden zerstört. © AP / David Vincent


Weil dann Stefanie van der Gragt im Strafraum mit hohem Bein gegen Morgan hochriskant zur Sache ging, entschied Schiedsrichterin Stephanie Frappart (Frankreich) nach Videobeweis auf Elfmeter. Rapinoe verwandelte sicher, weil van Veenendaal sich früh für die falsche Seite entschied. Wie schon bei ihren beiden Treffern im Viertelfinale gegen Frankreich jubelte die Flügelstürmerin mit ausgestreckten Armen wie eine Zirkusdompteurin. Aufgeschreckt durch den Rückstand verlor das zunehmend müde wirkende Oranje-Team die Ordnung im Defensivverbund. So konnte Lavelle aus 16 Metern völlig unbedrängt abschließen, van Veenendaal war machtlos.

Autor: sid

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